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Richard Spoerri wird 90 Jahre alt

In Weisslingen wurde Richard Spoerri am 5. September 1936 als Sohn eines Lebensmittel- und Stoffhändlers geboren und wuchs zusammen mit seiner jüngeren Schwester auf. Nach dem Besuch der Primar- und Sekundarschule in Weisslingen und der Kantonsschule Winterthur sowie des Oberseminars Zürich unterrichtete er als Primarlehrer ab 1958 in Winterthur.

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«Unser schöngeistiges Musikgenie verschmähte Millionen» heisst der autobiografisch grundierte Familienroman von Richard Spoerri. Foto: zvg

Am Ende seines nachfolgenden Studiums an der Universität Zürich und nach einem Semester in Paris an der Universität Sorbonne erhielt er 1962 das Sekundarlehrerdiplom der sprachlich-historischen Richtung. Er wurde nach Rüti abgeordnet und schon bald vom Stimmvolk gewählt.

Die Begeisterung für Sprachen und Geschichte hat ihn stets begleitet. Wegen rückläufiger Schülerzahlen nahm er 1964 einen teilweise besoldeten Jahresurlaub. In London erwarb er das Proficiency-Diplom und arbeitete in einem Übersetzerbüro. Von 1965 bis 2000 unterrichtete er wieder an der Sek A in Rüti, war auch Turn- und Sportlehrer und nahm an Orientierungsläufen teil. Zum körperlichen Wohlbefinden trieb er viel Sport wie Skifahren, Schwimmen, Segeln und Paddeln. An der kaufmännischen Berufsschule Rüti erteilte er nebenbei Unterricht in englischer Geschäftskorrespondenz.

1966 heiratete Richard Spoerri Rose-Marie Egli aus Hinwil; zusammen haben sie einen Sohn und zwei Töchter. Nachdem ihre Kinder erwachsen waren, durften auch interessante grosse Reisen nicht fehlen. Jetzt erhalten Spoerris oft Besuch von ihren Kindern und freuen sich auch über ihre vier Enkelinnen und Enkel samt einem Urenkel.

Nicht nur die berufliche Karriere, sondern auch die militärische haben Richard Spoerri geprägt. 1958 bis 1961 absolvierte er die Leichtpanzer-RS in Thun, die Unteroffiziersschule und anschliessend die Offiziersschule. Er kommt ins Schwärmen, wenn er über die Mobilität der Leichtpanzer spricht; diese durften auf der Strasse fahren im Gegensatz zu den schweren Centurion Kampfpanzern, die oft auf den Waffenplätzen bleiben mussten. Nach zahlreichen Diensten und WK-Militärmanövern wirkte er zuletzt als Major und Nachrichtenoffizier in einem Versorgungsregiment.

Richard Spoerri schrieb eine Zeitlang – nebst Familie und Beruf – im Vorstand der Zürcher Sekundarlehrerkonferenz und danach während fünfzehn Jahren als Aktuar der Oberstufenschulpflege Rüti die Verhandlungsprotokolle und Zeitungsberichte, was er ohne die Unterstützung seiner Frau nicht geschafft hätte.

1992 übernahm er die Leitung der familieneigenen und ehemals grossväterlichen «Weberei & Ausrüsterei Kemptthal AG», einer stillgelegten und umgenutzten Baumwollweberei, gebaut 1834, mit insgesamt acht alten Gebäuden und sechzehn Fabrikwohnungen. Dabei beschäftigten ihn unter anderem eine Hochkaminsprengung, ein Hausabbruch wegen des Baus eines kantonalen Radweges über die Fabrikliegenschaft im engen Tal sowie der Neubau der Trinkwasserversorgung, weil das firmeneigene Wasserreservoir am Hang bei Oberkemptthal langsam ins Tal abrutschte.

1999, kurz vor seiner Pensionierung, zog Richard Spoerri mit seiner Frau nach Meilen in eine Eigentumswohnung, verfasste als Vorstandsmitglied der FDP Meilen fünf Jahre lang deren Protokolle und geniesst nun auf gemeinsamen Fahrten nach dem Verkauf der Fabrik 2007 schöne Tagesausflüge. Zudem hat er den autobiografisch grundierten Familienroman «Unser schöngeistiges Musikgenie verschmähte Millionen» geschrieben, der im Buchhandel erhältlich ist.

Wir wünschen dem Jubilar und seiner Gattin einen unvergesslichen Geburtstag, gute Gesundheit, wunderbare Momente mit der Familie sowie weiterhin viel Power beim Schreiben.

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