Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

In 29 Minuten von der Halbinsel Au bis Meilen geschwommen

Zum ersten Mal fand die Seeüberquerung Obermeilen nicht dank, sondern trotz des prächtigen Sommerwetters statt.

Fotos: Roman Schmucki

Zwar gaben weder Temperaturen noch Sonnenstunden auch nur den kleinsten Anlass für Diskussionen, aber der historisch tiefe Wasserstand des Zürichsees weckte ganz neue Problempunkte. Bereits eine Woche zuvor mussten zwei Begleitboote die Teilnahme absagen, da sie ihren Hafen nicht unbeschadet verlassen konnten. Glücklicherweise konnte dank viel Engagement und gutem Zusammenspiel Ersatz gefunden werden.

Der niedrige Wasserpegel führte zu einer weiteren Neuheit: Die 58 Schwimmerinnen und 52 Schwimmer wurden von den Begleitbooten zwar hinüber zur Halbinsel Au geführt, mussten aber 50 m vor dem Ufer aussteigen bzw. aus dem Boot springen und zum Start schwimmen. Hitzewelle sei Dank musste niemand frieren, und pünktlich um 10.35 Uhr gab Ueli Schwarzenbach das Startzeichen.

Der diesjährige Schnellste war Julius Liebermann, der die 1,89 km in nur 29 Minuten bewältigte. Die letzte Schwimmgruppe erreichte das Ufer nach 77 Minuten stolz und zufrieden. Susanna Wolf, die den Anlass für die Wavo (Wachtvereinigung Obermeilen) seit vielen Jahren organisiert, findet besonders erfreulich, dass die Teilnehmenden nicht nur grösstenteils Meilemerinnen und Meilemer sind, sondern immer auch Menschen quer durch alle Altersgruppen und Gesinnungen vertreten sind: vom 14-Jährigen, der seine Premiere wagte bis zum 78-jährigen treuen Traditionsteilnehmer, von der trainierten Winterschwimmerin bis zur englischsprachigen Neuzuzügerin.

Nach der erfolgreichen Durchquerung des Sees begegnete man sich bei lauwarmer Bouillon, Wurst und Brot vor dem Seeretterhaus, reflektierte angeregt über Strömungen, Hitze- und Wasserwellen und gebar die eine oder andere Verbesserungsidee für kommende Seeüberquerungs-Jahre.

Die Wavo freute sich sehr, mit diesem Quartieranlass eine Möglichkeit der sportlich-lockeren Vernetzung und des Austauschs zu bieten und bedankt sich herzlich bei allen helfenden Händen, dank denen solche Anlässe überhaupt erst möglich sind. Um 15.00 Uhr wurde das Ländeli wieder perfekt aufgeräumt und sauber hinterlassen.

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