Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
«Bei uns hat es ausschliesslich geregnet», stellte OK-Präsident Benjamin Stückelberger dankbar fest. «Wenn das Unwetter bei uns ähnlich heftig gewesen wäre wie an anderen Orten im Kanton, hätten wir am Freitag ganz andere Sorgen gehabt.»
So aber konnten alle Konzerte stattfinden, das Publikum sass im Trockenen, und die Musiker spielten frisch auf.
Verspätung wegen gestrichenem Flug
Dennoch beeinflusste das Unwetter, das halb Europa heimgesucht hatte, auch den Spielplan. Das kubanische Geschwisterpaar Pacheco & Pacheco konnte nicht gemäss Ansage auftreten, da Jorge Pachecos Anschlussflug von Frankfurt nach Zürich gestrichen wurde und der von München nach Zürich massive Verspätung hatte. Schliesslich begann das Konzert eine Stunde verspätet – als Solokonzert von Marialy Pacheco. Nach rund dreissig Minuten stiess schliesslich der «kleine» Bruder dazu. Das Publikum war begeistert von den beiden und bezeugte das durch Standing Ovations.
Für Stammhörer und Neu-
entdecker
Ansonsten aber verliefen die Meilemer Jazznächte problemlos, und es herrschte durchwegs gute Stimmung. Bereits am Freitag und erst recht am Samstag tanzten die Menschen im Jürg-Wille-Saal und auf dem Zeltplatz. Im Jürg-Wille-Saal zeichneten Jazz Connection, Chicago Stompers, Second Line Jazzband und Alapar für die Stimmung verantwortlich. Im Zelt waren es Alexander’s Ragtime Band, Tuba Spirit, Swing Gigolos und Ocean Cloud. Zudem erfreute sich das Publikum einmal mehr an den jungen Bands von der Hochschule Luzern. Das Chiara Jacomet Trio und das Anahita Gut Quartett überzeugten auf ganzer Linie. Derweil unterhielt Thomas Stelzer zuverlässig sein treues Stammpublikum im Baukeller mit seinem groovigen Klavierspiel.
Wer den Chilesaal besuchte, machte an beiden Abenden eine Entdeckung. Levin Deger und Lukas Langenegger sowie The Hot Tea Pots hatten stets einen vollen Saal. So unterschiedlich die beiden Formationen spielten, so mitreissend und berührend wirkten sie. In der Kirche konnte man am Samstag die spielerische Begegnung zwischen Kontrabass und Bandoneon erleben und bekam als Überraschung Heiri Känzigs Tochter Selina als Sängerin mit ihrer warmen Stimme zu hören.
Vorfreude aufs Jubiläum 2027
Die Meilemer Jazznächte wurden einmal mehr zu einem Jazzfest, das am Sonntagmorgen in einen bewegten Jazzgottesdienst mündete, in dem Marianne Racine zusammen mit dem Gospelchor Circle-Songs intonierte und schliesslich die ganze Gemeinde dazu einlud. Dankbar für das gelungene Festival setzte sich das OK am Sonntagmittag im Leuengärtli zusammen, liess die Jazznächte Revue passieren und begann schon die 10. Meilemer Jazznächte 2027 zu skizzieren. Alle freuen sich schon auf dieses Jubiläum!