Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Es ist beeindruckend, für wie viele Anwendungen, Zwecke und Rezepte ein so alltägliches Gewächs wie Löwenzahn sich eignet. Ein neues Buch widmet sich ausschliesslich der sonnengelben Nahrungs- und Heilpflanze.
«Das Löwenzahnbuch» von Mechtilde Frintrup ist eben im AT Verlag erschienen und lässt keine Fragen offen: Die Autorin hat sich mit ganzem Herzen der Erforschung der bekannten «Pusteblume» gewidmet, die oft als Unkraut verkannt wird.
Löwenzahn lässt sich von der Wurzel über die Knospen, Blätter, Stängel und Blüten bis zum Samen als Heilpflanze und auch kulinarisch nutzen. Die Frühlingspflanze steht jetzt in schönster Blüte, besonders gern allerdings auf überdüngten Wiesen – Mechtilde Frintrup empfiehlt, Löwenzahn besser nicht dort zu ernten, sondern lieber im eigenen oder in Nachbars Garten.
Man kann Löwenzahn sogar im Topf kaufen, das sind dann meist Züchtungen mit zarten Blättern und weniger Bitterstoffen.
Ein lustiges Detail: Löwenzahnblumen-Sträusse sind für Innenräume nicht gut geeignet, da sich die Blüten dort bald schliessen. Auf dem Tisch im Garten aber fühlt sich der Löwenzahn wohl und sieht als gepflückter Strauss schön aus.
Im «Löwenzahnbuch» finden sich neben Informationen zur Botanik der Pflanze, zu ihrer Geschichte und ihrer Anwendung als Heilpflanze auch Rezepte von Saft, Salat, Torten, Risotto oder Pesto bis hin zu Gemüse – und sogar Kaffee. Unser Rezept der Woche ergibt einen feinen veganen Aufstrich, der ganz ähnlich schmeckt wie Honig und auch zum Verwechseln ähnlich aussieht.
Tipp: Statt das Gelee einzukochen, kann man auch ¼ Teelöffel Agar-Agar zufügen, damit es eindickt.
Löwenzahnblüten-Honig
Zutaten
100 – 150 g frische, abgezupfte
Löwenzahnblüten
500 ml Wasser
1 unbehandelte Zitrone
500 g Zucker
Zubereitung
Die Blüten an einem sonnigen Tag sammeln, sobald sie reich an Nektar sind. Die Blütenblätter müssen möglichst bald abgezupft werden, ansonsten können sie ausblühen, und die gelbe Farbe verblasst.
Die Blütenblätter in einen Kochtopf geben und mit Wasser übergiessen. Die Zitrone mit Schale in dünne Scheiben schneiden und dazugeben. Dann zugedeckt zwei bis drei Stunden durchziehen lassen.
Anschliessend bei geschlossenem Deckel 15 Minuten leicht köcheln lassen.
Nun alles über Nacht ziehen lassen. Dann die Blüten und Zitronen mit einem Seihtuch herausfiltern.
Die nun gelbe Flüssigkeit mit dem Zucker verrühren und in einem Kochtopf erhitzen: Es sollte leicht köcheln. Ab und zu umrühren. Nun mehrere Stunden köcheln lassen, damit es eindickt.
Wenn sich während des Kochens Bläschen bilden, ist der Löwenzahnblüten-Honig fertig. Test: ein paar Tropfen auf einem Metalllöffel kurz in den Kühlschrank legen. Werden die Tropfen fest, ist das Gelee fertig.
Heiss in Gläser füllen.