Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Dieses Wochenende finden die Schweizer Leichtathletik-Meisterschaften der Kategorien U23 und U20 in Basel und der U18 und U16 in Thun statt. Mittendrin: so viele Talente vom LC Meilen wie noch nie.

Eines dieser Talente ist Nils Talbot. Erstmals hat sich der 18-jähirge Gymnasiast aus Männedorf für eine Meisterschaft auf dieser Ebene qualifiziert. Das ist nicht selbstverständlich. Erst seit einem Jahr widmet er sich der Leichtathletik – nachdem er einst OL betrieb und sich anschliessend «mehr plauschmässig» dem Unihockey zuwandte.
Zum LC Meilen ist Talbot durch seinen Kollegen Jann Vafiadis gestossen. Und beim Traditionsverein hat es ihn schnell zur 400-m-Distanz gezogen, einer der härtesten Laufdistanzen. Nils Talbot lacht: «Die 400 Meter passen zu mir. Mir gefällt der Sprint, aber für 100 und 200 Meter bin ich zu langsam.» Über die eine Bahnrunde steigerte er sich im dritten Rennen auf 51,44 Sekunden und unterbot damit die Limite für die Schweizer Nachwuchs-Meisterschaften bei den U20. «Sehr cool», sagt er. Den Titelkämpfen sieht er ziemlich entspannt entgegen: «Es geht weniger um die Platzierung als ums Sammeln von Erfahrung». Nächstes Jahr gehört er dem älteren Jahrgang an. Bis dann peilt er weitere Fortschritte an.
Acht Talente stehen im Einsatz
Nils Talbot vertritt den LC Meilen nicht allein auf oberster nationaler Stufe. Neben ihm haben sich sieben Athletinnen und Athleten für die Titelkämpfe in Basel und Thun qualifiziert. Vor allem die Geschwister Guckenberger peilen Spitzenpositionen an. Lea (15) ist bei den U16 über 600 m die Nummer 2 der Meldeliste, Bruder Jan (16) bei den U18 die fünf. Bei den U20 in Basel steht neben Nils Talbot Selina Keller (400 m Hürden) im Einsatz. In Thun werden neben den Guckenberger-Geschwistern Anna Scherrer (Hochsprung, Dreisprung, 80 m Hürden), Miya Lou Jakob (Speer, 80 m Hürden), Jann Vafiadis (400 m Hürden) und Sebastian Malmberg (400 m) ihr Bestes geben.
Bei «Weltklasse Zürich» im Einsatz
Einen ganz besonderen Einsatz bereits hinter sich hat Jan Guckenberger. Bereits zum zweiten Mal qualifizierte er sich für Nachwuchs-Verfolgungsrennen der Mille Gruyère im Rahmen von «Weltklasse Zürich». Ein doppelt erinnerungswürdiges Ereignis. Jan kam in den Genuss der einzigartigen Weltklasse-Ambiance, und mit seinen 2:32,39 Minuten für die 1000 m lief er schneller denn je zuvor über die zweieinhalb Bahnrunden. «Das war sehr cool», bilanzierte er und hob hervor: «Ich bin einfach gerannt, habe alles gegeben und blendete sämtliche Schmerzen aus.»
Auch am Schweizer Final des UBS Kids Cup vom vergangenen Samstag im Züricher Letzigrund profilierten sich Meilemer Talente wie etwa Miya Lou Jakob. Auch sie will an der Schweizermeisterschaft nachdoppeln.