Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Inspirierende Talentschau mit Meilemer Ausrufezeichen

Zum zweiten Mal nach 2025 organisierte der LC Meilen die Leichtathletik-Kantonalmeisterschaften der Kategorien U16, U14 und U12. Die einheimischen Talente profilierten sich.

Ihr Gesichtsausdruck untermalte die Worte: «Es ist unglaublich schön, auf der Heimanlage vor Familie, Freunden und Bekannten die Saison abzuschliessen. Und wenn du zeigen kannst, wozu du fähig bist.» Anna Scherrer formulierte diese Sätze. Die 15-jährige Gymnasiastin aus Obermeilen trat mit zahlreichen weiteren LCM-Nachwuchsathletinnen und -athleten an den Kantonalmeisterschaften auf der Meilemer Allmend an.

Nach 2025 übernahm der LC Meilen die Organisation des Anlasses ein weiters Mal. In acht verschiedenen Q-Wettkämpfen an vier verschiedenen Wochenenden und Orten im Kanton hatten sich die Besten über den Sommer für dieses Finale qualifiziert. Und das in allen Disziplinen – also samt Sprint, Hürdensprint, Mittelstreckenrennen, Sprüngen und Würfen.

Professioneller Rahmen

Ermittelt worden waren die Finalistinnen und Finalisten in den Mehrkämpfen der Q-Wettkämpfe. «In diesem Alter geht es darum, die Vielseitigkeit zu schulen», erklärt Adrian Egger, Koordinator der Q-Wettkämpfe und des Q-Wettkampf-Projektes. Als «sanften Druck auf die Vereine und Trainerinnen und Trainer», beschreibt er das. Der imposante Aufschwung der Schweizer Leichtathletik zeigt sich auch im Kanton Zürich. Ein erstaunliches Leistungslevel mit einer eindrücklichen Dichte ist entstanden und ist dabei, sich weiterzuentwickeln.

So waren die acht Stunden Wettkampf auf der Meilemer Leichtathletik-Anlage geprägt von viel Dynamik. Bestechende Leistungen gab es zu honorieren wie auch technisches Flair, Leichtigkeit und viel Tempo. Und das Ganze wurde in einem würdigen Rahmen präsentiert – etwa, indem als Speaker Dominik Stark fungierte. Der Fachmann hatte gut zwei Wochen zuvor im Letzigrund bei Weltklasse Zürich das vollgepferchte Stadion und 25’000 Menschen in der Diamond League in derselben Funktion informiert.

Zwei LCM-Medaillen

Zurück zu Anna Scherrer. Die junge Athletin demonstrierte ihre Vielseitigkeit. In nicht weniger als fünf Disziplinen trat sie an. Herausgeschaut hat Überraschendes. «Ich rechnete mir im Hochsprung die grössten Medaillenchance aus», sagte sie. Als Vierte mit übersprungener Besthöhe von 1,53 m machte sich bei ihr nur bedingt Freude breit. Doch später klappte es doch noch mit der Medaille. Mit der persönlichen Bestmarke von 12,21 Sekunden über 60 m Hürden sicherte sie sich Bronze.

Die Medaille überreichte ihr die Schweizer Elite-Hochsprung-Meisterin Céline Weber – eine Meilemerin, die ihre Anfänge ebenfalls im LCM machte.

Anna Scherrer warf den Diskus weiter denn je zuvor. Nochmals Rang vier resultierte. Resümierend als besonders schön bezeichnete sie, «dass es die letzte Chance war». Nächstes Jahr steigt sie zu den U18 auf.

Die einzige LCM-Medaillengewinnerin war Anna Scherrer indes nicht. Lea Guckenberger tat es ihr über 600 m gleich. Zwar musste die ebenfalls 15-Jährige einmal mehr die Klasse von Dauerrivalin Larén d’Amico vom LC Zürich anerkennen. Nach den 1:37,70 Minuten fehlten ihr winzige 29 Hundertstel. «Ich versuchte es mit einem taktischen und nicht allzu schnellen Rennen», erklärte Guckenberger. Im langen Steigerungslauf auf den letzten 300 m kam sie aber nicht an ihrer Rivalin vorbei. Sie fasste zusammen: «Ich habe alles reingelegt, leider hat es nicht gereicht.»

Bei den U14 resultierten mit drei persönlichen Bestmarken ein vierter und zwei fünfte Plätze durch Fabio Sennhauser (1:43,64/600 m), Alexandra Weber (1:48,30/600 m) sowie Demian Vonbach (8,45/60 m).

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