Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Neben den erfolgsgewohnten Geschwistern Guckenberger ist an den Regionenmeisterschaften Ostschweiz ein neuer Name im LCM-Dress in Erscheinung getreten: Jann Vafiadis.
Die 400-m-Hürden-Distanz zählt zu den anspruchsvollsten Disziplinen in der Leichtathletik. Sie verlangt Schnelligkeit, Stehvermögen, Technik und Rhythmusgefühl. Und Erfahrung. Doch über Letztere verfügt Jann Vafiadis noch wenig.
Letztes Jahr wagte er sich erstmals und einmal an die Herausforderung. In diesem Jahr sind’s bis jetzt wenige Versuche geblieben. Doch der 17-jährige Gymnasiast aus Männedorf erfüllte an den stark besetzten Ostschweizer Meisterschaften gleich sein Saisonziel. Mit der Zeit von 59,96 Sekunden durchbrach er die 60-Sekunden-Barriere – und seine persönliche Bestmarke um gut fünf Sekunden.
Der Sohn von LCM-Cheftrainer Gunnar Schrör strahlte: «Es ist genau so herausgekommen, wie ich mir das vorgestellt und vorgenommen hatte.» Er lief klug, schnell, aber nicht zu schnell. Er fand einen idealen Rhythmus. Der Wechsel des Sprung-, respektive Schwung-Beines klappte. Darüber, dass er als Vierter die Bronzemedaille lediglich um 23 Hundertstel verpasste, macht er sich keine Gedanken. Er ist überzeugt: «Da ist noch mehr möglich.»
Gold und Silber für Jan und Lea Guckenberger
Dieser Sichtweise lässt sich zustimmen. Erst vor gut drei Jahren hat Jann Vafiadis mit der Leichtathletik begonnen. Durch seinen Vater, den ehemaligen Schweizer Meister über 110 m Hürden wie über 60 m Hürden in der Halle sowie WM- und EM-Teilnehmer, erlernte er das Hürdenlaufen von der Pike auf. Nur hat er früh festgestellt: «Für den Hürdensprint bin ich zu wenig schnell. Die lange Hürdenstrecke ist besser auf mich zugeschnitten.» Und sie fasziniert ihn. Dass es bald noch schneller gehen könnte, zeigt ihm die Rennanalyse: Beim siebten Hindernis hängte er ein, geriet er aus dem Rhythmus, liess er Zeit liegen.
Über Medaillen freuen durften sich die «erfahrenen» Guckenberger-Geschwister: Gold für Jan über 800 m (1:57,16 Minuten) bei den U18 und Silber für Lea über 600 m (1:34,35, persönliche Bestzeit) bei den U16. Weitere vierte Plätze von Anna Scherrer (Dreisprung/WU16), Myia Lou Jakob (Speer/WU16) sowie Fabio Sennhauser (2000 m/MU14) runden das erfolgreiche Wochenende ab. Diese und weitere Resultate unterstreichen die immer grössere Leistungsdichte und Qualität beim Nachwuchs des LC Meilen.