Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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So schön Spaziergänge durch raschelndes Laub auch sind, der Herbst birgt zahlreiche Risiken für unsere vierbeinigen Freunde.
Viele Gefahren lassen sich aber mit einfachen Vorsichtsmassnahmen und mit etwas Aufmerksamkeit umgehen.
Eicheln, Kastanien, Nüsse, Pilze und Giftpflanzen sind gefährlich
Die meisten Hunde spielen begeistert mit Kastanien, Eicheln oder Nüssen, die sie unter dem Herbstlaub finden. Doch Vorsicht: Die in Eicheln enthaltene Gerbsäure sowie Oxalsäure in Kastanien und Nüssen können zu schweren Magen-Darm-Problemen, Krämpfen, Lethargie oder sogar Lähmungen führen. Auch Walnüsse sind tückisch: Schimmelpilze, die von aussen nicht erkennbar sind, können das Nervensystem angreifen oder gar tödlich sein. Zudem verursachen zerkaute Nussschalen Verletzungen im Maul und Verdauungstrakt.
Rote Fliegenpilze, Pantherpilze, grüne Knollenblätterpilze, Satan-Röhrlinge oder Giftmorcheln gehören für Mensch und Tier zu den besonders giftigen Pilzen und können im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein. Schon kleine Mengen können zu Erbrechen, Durchfall, Krämpfen, Herzrasen oder neurologischen Auffälligkeiten führen.
Keine Giftpflanzen im eigenen Garten
Weitere Gefahren für Vierbeiner lauern an Waldrändern oder sogar im eigenen Garten. Viele Pflanzen, die jetzt ihre Früchte tragen oder Blätter verlieren, sind für Hunde giftig oder sogar tödlich: Herbstzeitlose, Eiben, Tollkirschen, Efeu oder verrottendes Fallobst enthalten giftige Substanzen.
Beim Spaziergang im Wald sollte man den Hund deshalb an der Leine halten und Pilze und giftige Pflanzen im eigenen Garten entfernen, das beugt Notfällen vor. Bei Verdacht auf eine Vergiftung: Sofort einen Tierarzt aufsuchen und wenn möglich den restlichen Pilz oder ein Stück der gefressenen Pflanze zur Identifikation mitnehmen.
Sichtbarkeit rettet Leben
Nicht zu unterschätzen ist auch das steigende Risiko von Unfällen in der Dämmerung. Freigängerkatzen, Hunde und Halter sind in der Dunkelheit oft schwer zu erkennen. Ein Leuchthalsband oder reflektierendes Geschirr helfen. Ausserdem hilft eine kleine Taschenlampe, wenn Sie beleuchtete Wege verlassen.
Aktive Waldtiere
Im Herbst sind Rehe, Füchse und Igel besonders aktiv, da sie mehr Nahrung zu sich nehmen, um sich auf den Winter vorzubereiten und sich Reserven anzulegen. Den Hund deshalb stets angeleint halten, besonders in der Nähe von Feldern und Waldwegen, und Jagdgebiete während der Zeit der Treibjagd meiden.