Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
Danken für die letzten vier Jahre und Vorschusslorbeeren verteilen für die kommenden vier Jahre – das war, erklärte Gemeindepräsident Christoph Hiller, der Anlass für das Meilemer «Behördentreffen» vom 8. Juli.

Eingeladen waren neben den Präsidenten der politischen Ortsparteien alle vom Volk gewählten Behördenmitglieder der politischen Gemeinde sowie der reformierten und der katholischen Kirchgemeinden. Und zwar sowohl jene der abgelaufenen Legislatur (2022–2026) sowie jene der am 1. Juli neu begonnenen Legislatur, die von 2026–2030 dauert. Sie kamen denn auch (fast) alle auf den Dorfplatz, um den Worten des «Hausherrn» und Gemeindepräsidenten zu lauschen, sich zu begegnen, auszutauschen, kennenzulernen.
Es kennen sich nicht mehr automatisch alle
«Meilen hat eine gewisse Grösse, es kennen sich nicht mehr alle, deshalb ist eine Vernetzung wichtig», sagte Hiller. Das nütze dem interdisziplinären Zusammenarbeiten aller Behörden. Es sei eine Zusammenarbeit, die höchst erfreulich verlaufe: «Wir haben in Meilen ein ausgesprochen erspriessliches, konstruktives, harmonisches politisches Klima», stellte der Gemeindepräsident fest. Das erleichtere vieles, wolle aber auch sorgfältig gepflegt werden.
Um der Verantwortung gerecht zu werden, die mit den Ämtern übernommen wird, brauche es mehr als engagierte Einzelpersonen, es brauche Zusammenarbeit über Behörden, Ressorts und Kommissionen hinweg. «Wir müssen nicht immer gleicher Meinung sein, aber wir sollten immer das gleiche Ziel vor Augen haben: das Beste für Meilen.»
Vom Pingpong-Tisch bis zu den Steuern
Politisieren auf kommunaler Stufe ist weniger präsent, auch medial. Nationale oder kantonale Politiker seien oft mehr ausgestellt, so Hiller. «Aber eigentlich ist Dorfpolitik sehr dankbar, denn sie ist unmittelbar. Damit ist Dorfpolitik aber auch sehr herausfordernd, es geht nämlich um Fragen, die alle direkt betreffen.» Als Beispiel nannte er sowohl die Klasseneinteilungen an Schulen als auch den defekten Pingpong-Tisch im Strandbad – oder Parkbussen. «Es geht aber auch um die Unterbringung von Schutzsuchenden aus Ländern, die im Krieg sind. Und es geht um den Steuerfuss.»
Dorfzeitung als wichtiges Element
Dank gebühre also allen, die sich mit all dem und noch mit viel mehr beschäftigt haben, sich weiter damit beschäftigen oder sich neu damit auseinandersetzen – schlicht allen Behördenmitgliedern, die ihre Freizeit hergeben neben Beruf, Familie, Hobbys und allem Übrigen, was das Leben bereithält.
Einen besonderen Dank richtete der Gemeindepräsident auch ans Team des Meilener Anzeigers, das einen wichtigen Beitrag für das politische Dorfleben leiste und permanent am Geschehen dranbleibe. Nur wenige Gemeinden verfügen noch über eine unabhängige Lokalzeitung mit redaktionellem Teil.
Vom theoretischen zum praktischen Teil des Abends gingen die Behördenmitglieder direkt anschliessend über: Im «Lycka» am Dorfplatz durften sie sich kulinarisch verwöhnen lassen und auch gleich die ersten Brücken schlagen über Partei-, Behörden-, Ressort- und Kommissionsgrenzen hinweg.