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Brennhaare können Haut und Atemwege reizen

Der Eichenprozessionsspinner ist inzwischen auch in der Schweizer angekommen. Die feinen Brennhaare seiner Raupen können Hautreizungen, Augenbeschwerden und Atemwegsprobleme bei Menschen und Tieren auslösen.

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind, wie es ihr Name bereits sagt, meist auf Eichen zu finden. Sie verbringen den Tag in Knäueln an Stämmen und Ästen und wandern abends in Kolonnen – wie bei einer Prozession – in die Baumkronen zum Fressen. Ab Ende Mai entwickeln sie feine Brennhaare, die das Eiweissgift Thaumetopoein enthalten und auf der Haut nesselartige Entzündungen hervorrufen können. Die Härchen werden durch den Wind verbreitet und bleiben über Monate giftig.

Von Hautausschlag bis Atemnot

Bei Kontakt können die Härchen verschiedene Reaktionen auslösen: Hautausschläge und starker Juckreiz sowie Quaddelbildung;  Augenreizungen und Bindehautentzündungen; Husten, Atemwegsbeschwerden und Atemnot. Besonders gefährdet sind Personen mit Asthma oder anderen Atemwegserkrankungen. Die feinen Härchen können die Atemwege, die Haut und die Augen reizen. Zudem sind allergische Reaktionen möglich. Gelangen die Härchen in die Augen, kann sich die Bindehaut entzünden. Werden sie eingeatmet, können sie Atembeschwerden bis hin zu Atemnot auslösen.

Kleider und Haare gründlich waschen

Wer nach einem Aufenthalt in der Nähe von Eichen plötzlich Hautreaktionen oder Atemwegsbeschwerden entwickelt, sollte einen möglichen Kontakt mit den Brennhaaren in Betracht ziehen. In diesem Fall die Kleider wechseln und waschen, möglichst über 60 Grad Celsius (idealerweise 90 Grad), duschen und die Haare gründlich waschen, eventuell die Augen mit Wasser ausspülen und eine Nasendusche anwenden. Treten Haut- und/oder Atemwegsreaktionen auf, sollte man eine Hausärztin oder einen Allergologen aufsuchen.

Kortison und Antihistaminika

Mit der richtigen medizinischen Behandlung klingen die Symptome meist rasch wieder ab. Bei Hautreaktionen kommen entzündungshemmende Kortisonpräparate oder antiallergische Medikamente wie Antihistaminika zum Einsatz. Bei Atemwegsproblemen werden zusätzlich Medikamente eingesetzt, welche die Bronchien erweitern.

Gefährlich auch für Hunde

Die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners können auch Hunde und andere Tiere gefährden. Besonders Hunde kommen beim Schnüffeln leicht mit Raupen, Nestern oder verwehten Härchen in Kontakt. Mögliche Folgen sind Haut- und Augenreizungen, Schwellungen im Maulbereich, starker Speichelfluss, Würgen, Erbrechen oder Atembeschwerden. Bei Verdacht auf Kontakt sollten Tierhalter Maul, Augen oder Fell vorsichtig mit viel Wasser ausspülen beziehungsweise abspülen.

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