Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
Der Rohbau steht, der Dachstock ist fertig – auf dem Areal Beugenhof wurde am vergangenen Donnerstagmittag «Ufrichti» gefeiert.
Bis im kommenden Sommer sollen hier 41 Wohnungen, eine ambulante Klinik sowie Gewerbe- und Geschäftsräume entstehen.
Über 150 geladene Gäste – von den am Bau beteiligten Handwerkerinnen und Handwerkern über Nachbarn, Freunde, Familienmitglieder, zukünftige Mieterinnen und Mieter bis zu Gemeindevertretern – folgten am 20. August der Einladung von Susanne und René Schneider, um gemeinsam auf einen weiteren Meilenstein beim Projekt «Beugenhof» anzustossen.
Mietwohnungen, Klinik, Läden, Fitnesscenter…
Zwischenziele und Meilensteine sind immer ein guter Moment, um auf die Anfänge eines Projektes zurückzuschauen. So ein Bau sei immer mehr als nur Beton, Metall und Glas. Dahinter würden viele Stunden Planung, viel Schweiss und Herzblut, Geduld und Ausdauer stehen, sagte Bauherr René Schneider von der Schneider Umweltservice AG. «Zehn Jahre haben wir geplant, verworfen, neu angefangen – alles, um ein Projekt auf die Beine zu stellen, das auch wirklich einen Mehrwert für Meilen bietet und Menschen zusammenbringt.»
Die aktuell entstehende Überbauung will dieses Ziel mit einer Mischform aus Wohnen und Gewerbeflächen erreichen. Neben den Wohnungen, die teilweise schon Anfang 2027 bezogen werden können, schafft die Familie Schneider auf dem Areal Beugenhof 12’000 m2 Gewerbefläche. Davon sind bereits rund 11’000 m2 langfristig vermietet. Ankermieter sind das Spital Männedorf und die Klinik Hirslanden, die gemeinsam die ambulante Klinik Meilen eröffnen, sowie die Migros, die mit einem Migros-Märt und dem Activ Fitness einzieht. Daneben wird es auf dem Areal einen Müller Drogeriemarkt, ein Physiozentrum, einen Golfstore und vieles mehr geben. Auch ein Café und eine Apotheke sind geplant. Im Sommer 2027 sollte der Beugenhof seine Türen öffnen.
Neuplanung wegen Rekurs
Ganz ohne Hindernisse würden solche grossen Projekte natürlich nie laufen, sagte René Schneider. Wegen eines einzelnen Rekurses habe ein Gebäude neu geplant werden müssen, was viel Zeit und Energie gekostet habe. «Umso dankbarer bin ich der grossen Mehrheit unserer Nachbarschaft. Wir haben über all die Jahre viel Wohlwollen, Verständnis und Unterstützung erlebt, das ist nicht selbstverständlich.». Auch die Zusammenarbeit mit der Gemeinde, mit allen Behörden und der ZKB erwähnte René Schneider lobend und dankend. Die treibende Kraft hinter dem Projekt Beugenhof sei aber seine Frau Susanne gewesen. Sie habe ihn davon überzeugt, das Projekt selber an die Hand zu nehmen und habe es immer wieder vorangetrieben.
Eine wichtige Rolle spiele die Nachhaltigkeit. Es werde auf Recycling-Beton gesetzt und dieser nur dort eingesetzt, wo es ihn wirklich brauche. Photovoltaik, Begrünung und Beschattung durch grosse Bäume, Biodiversität und eine ressourcenschonende Bauweise seien aus Überzeugung wichtig.
Als «Bhaltis» gab es Säckli voller gedörrter Apfelringe. Sie sollten an die Geschichte des Areals erinnern, standen doch früher an dieser Stelle Apfelbäume.
Vom weissen Blatt Papier zum grossen Bau
Neben René Schneider richteten auch Architekt Marius Hug von Meier Hug Architekten und Gemeindepräsident Christoph Hiller das Wort an die Gäste der «Ufrichti». Hiller nannte das Bauprojekt einen «Meilen-Stein» für die Zukunft der Gemeinde. «Der Beugenhof ist ein sehr gelungenes Projekt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bahnhof und zum Dorfzentrum, das mit einer ausgezeichneten Architektur ein sehr attraktives Angebt leistet – zum Wohnen, zum Arbeiten und zum Leben.» Neben der Grussbotschaft der Gemeinde hatte Christoph Hiller auch ein Geschenk dabei, dies allerdings erst als Versprechen: Einen einheimischen Baum, der zusammen mit dem benachbarten, renaturierten Beugenbach dem vielen Beton etwas Natur zur Seite stellen soll.
Marius Hug nutzte den Moment, um im Namen der Planer danke zu sagen. Er erinnerte sich ans leere Blatt, das am Anfang der Planungsphase stand, das sich immer mehr füllte und am Ende zum umfangreichen Projekt führte. Besonders freut sich der Architekt über die Mischform von Gewerbe und Wohnen. Man habe absichtlich nicht eines der drei Gebäude fürs Wohnen und die anderen fürs Gewerbe geplant, sondern beides gemischt. Nur wenige Monate nach der Grundsteinlegung zu sehen, was bereits entstanden ist, sei eine grosse Freude.
Auch das gemütliche Beisammensein durfte nicht zu kurz kommen. Neben diversen Salaten und Feinem vom Grill überzeugte insbesondere das reichhaltige Dessertbuffet.