Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Alles hat ein Ende!

Am letzten Samstag fand im schönen Schlattgut in Herrliberg in bekannt feierlichem Rahmen die GV des Männerturnvereins Feldmeilen statt. 

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Dabei wurde, auf Vorschlag des Vorstandes, einstimmig die Auflösung des 73-jährigen Vereins beschlossen. Viele lange Besprechungen waren diesem Entscheid vorausgegangen. So führte Präsident Max Geisser sicher und umsichtig wie immer zum letzten Mal durch die 13 Traktanden und durch die formale Auflösung gemäss den Statuten. Und manch ein gestandener Turner verdrückte dabei still eine verborgene Träne. Man erinnerte sich dann aber an die vielen gemütlichen Anlässe in den letzten Jahren.

Schlusspunkt mit allen aktiven Vereinsmitgliedern

Nun ist also der MTVF aufgelöst. Das ist sicher schade – doch welch ein Glück, dass wir den Zeitpunkt der Auflösung selber bestimmen konnten und wir den Mut hatten, den Entscheid zusammen mit allen noch aktiven Vereinsmitgliedern sauber abzuschliessen. Ein Grund für die Auflösung ist wohl auch die Tatsache, dass es für einen grossen Teil unserer Gesellschaft nicht mehr Mode ist, einem Verein beizutreten.

Zuzusehen, wie der Verein langsam ausblutet, wäre keine gute Alternative gewesen. Die letzte offizielle Amtshandlung wurde denn auch in einer sehr gemütlichen Stimmung bei feinstem Essen, zubereitet von Caroline Ledergerber und ihrem Team, feierlich zelebriert. Auch die klare Ansage, sich weiterhin ohne Vereinsstruktur bei den beliebten Aktivitäten zu treffen und sich nicht aus den Augen zu verlieren, machte die Entscheidung einfacher. 

Das Privileg der Unverbindlichkeit

Die Turner werden noch viele schöne gemeinsame Stunden erleben. Dazu gibt es viele Gelegenheiten, bei denen sie sich wiedersehen werden, und wer Zeit, Lust und Freude hat, soll spontan dabei sein können. Sei dies bei einem Ausflug mit dem Abendschiff nach Rapperswil, bei einer anstrengenden «Pilgerwanderung» oder bei einem Fest im Dorf. Der Möglichkeiten gibt es viele, und die Unverbindlichkeit ist unser neu erworbenes Privileg, denn «Jedem Anfang liegt ein Zauber inne».

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