Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Das Spital Männedorf investiert in seine Infrastruktur. Ein neuer Bettentrakt mit rund 60 Betten wird das alte Bettenhaus aus den 50er-Jahren ersetzen.

Das Projekt ergänzt den strategischen Schwerpunkt der Ambulantisierung und soll die langfristige Leistungsfähigkeit des Spitals am rechten Zürichseeufer sichern. Im Rahmen eines zweistufigen Gesamtleistungswettbewerbes sucht das Spital nun qualifizierte Gesamtleistungsanbieter für die sogenannte Teiletappe 3 (TE3).
Gesamtzahl der Betten bleibt gleich
Das Spital Männedorf blickt auf mehr als 140 Jahre Geschichte zurück. Trotz umfangreicher Renovierungen in den vergangenen zwei Jahrzehnten entsprechen Teile des Spitals und insbesondere der Betteninfrastruktur nicht mehr den heutigen Standards. Ziel der Teiletappe 3 ist eine moderne Infrastruktur mit Fokus auf effiziente Abläufe, von denen sowohl die Patientinnen und Patienten als auch die Mitarbeitenden profitieren.
Das Herzstück der TE3 bildet der Anbau mit rund 40 zeitgemässen Zimmern und 60 Betten, welcher die veralteten Bettenstationen ersetzt. Die neuen Patientenzimmer zeichnen sich durch hohe Funktionalität, moderne Ästhetik und direkten Seeblick aus. Die Gesamtzahl der Betten bleibt indes gleich.
Zur Teiletappe 3 gehören weiter der Rückbau des in die Jahre gekommenen Bettenhauses auf der Nord-Westseite sowie die Verlegung des Haupteingangs auf die Westseite.
Kein Widerspruch
Das Spital Männedorf verfolgt die Ambulantisierung als strategischen Schwerpunkt. Auf den ersten Blick mag ein neuer Bettentrakt daher wie ein Widerspruch erscheinen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Die Ambulantisierung erfordert eine optimierte Infrastruktur für all jene Patientinnen und Patienten, die nach wie vor stationär behandelt werden müssen.
Moderne Patientenzimmer, klare Erschliessungswege und ein effizienter Betrieb sind Voraussetzung dafür, dass das Spital Männedorf sowohl ambulante als auch stationäre Leistungen auf höchstem Niveau erbringen kann. Die Finanzierung des zentralen Projekts ist in der langjährigen Finanzplanungberücksichtigt und wurde mit den Aktionärsgemeinden im Zusammenhang mit der Gewährung von finanziellen Sicherheiten abgestimmt.
Zweistufiger Gesamtleistungswettbewerb
Um die anspruchsvolle Bauaufgabe – Realisation während laufendem Spitalbetrieb auf einem begrenzten Bauperimeter – in die Hände des am besten geeigneten Teams zu legen, wird ein zweistufiger Gesamtleistungswettbewerb durchgeführt. Den Auftakt bildet die Präqualifikation: Interessierte Gesamtleistungsanbieter können ihre Unterlagen einreichen und ihre Eignung anhand definierter Kriterien nachweisen.
Unter den geeigneten Bewerbern werden die maximal sechs leistungsstärksten Teams für den eigentlichen Wettbewerb ausgewählt. Ein Beurteilungsgremium entscheidet voraussichtlich im Januar 2027, welche Anbieter am eigentlichen Wettbewerb teilnehmen dürfen. Dieser soll im März 2027 starten mit dem Ziel, den Auftrag bis Ende 2028 zu vergeben.
Der Baubeginn ist für 2029 geplant, die Übergabe des Erweiterungsbaus für Ende 2031. Die komplette Teiletappe 3 wird nach Rückbau des alten Bettenhauses sowie nach der Umsetzung des neuen Haupteingangs auf der Westseite bis 2034 abgeschlossen werden.