Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
AZ Meilen · Bahnhofstrasse 28 · 8706 Meilen · Telefon 044 923 88 33 · info(at)meileneranzeiger.ch
Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
Einige Firmen erhalten jedes Jahr sehr viele Bewerbungen für ihre Lehrstellen, andere kämpfen darum, passende Kandidatinnen und Kadidaten zu finden. Die zwei bekanntesten Plattformen und Marketinginstrumente für Betriebe wurden kürzlich vom Forum Berufsbildung im biz Meilen vorgestellt.
Um Lehrberufe und entsprechende Ausbildungsstellen bekannt zu machen, gibt es vielfältige Möglichkeiten. Joakim Kellerhals von der kantonalen Berufsberatung stellte das Berufswahlportal des Kantons Zürich (berufswahl.zh.ch) vor. Jugendliche im Berufswahlalter und ihre Eltern finden dort einen objektiven Überblick über sämtliche Lehrberufe und Lehrstellen im Kanton Zürich und den angrenzenden Kantonen sowie zahlreiche weitere Informationen rund um die Berufswahl. Auch Lehrbetriebe können das Portal völlig kostenlos nutzen. Sie können ihre Lehrstellen präsentieren, Schnuppermöglichkeiten ausschreiben und eigene Veranstaltungen erfassen.
Yousty
Yousty ist das grösste Berufsbildungs- und Lehrstellenportal in der Schweiz. Simone Wicherek zeigte auf, dass Yousty mit Berufsverbänden und Lehrfirmen zusammenarbeitet, die sich die Reichweite ihrer Anzeigen und Informationen etwas kosten lassen. Anhand von Umfrageergebnissen belegte sie den Medienkonsum der Jugendlichen, die sich vorwiegend in den Sozialen Medien und anhand von Filmen und Bildmaterial informieren. Deshalb setzt Yousty stark auf den Einsatz von Kurzfilmen über Berufe und Lehrfirmen, welche sie kostenpflichtig auf Wunsch erstellen. Das Ziel ist, durch ein Gesamtpaket den Aufwand für die Auswahl der passenden Lernenden möglichst gering zu halten. Und Jugendliche können ein persönliches Profil anlegen und sich direkt aus dem Portal für eine Lehrstelle bewerben.
Schnuppertage und Berufsbesichtigungen
Die dritte Referentin Susanna Ruf, Berufsberaterin im biz Meilen, zeigte sich überzeugt: «Der persönliche Kontakt, also der zwischenmenschliche Faktor zwischen den Jugendlichen und den Berufsbildnern ist entscheidend. Deshalb sind Berufsinfotage und Schnuppermöglichkeiten ausschlaggebend.» Sie macht die Erfahrung, dass viele Schüler durch die vielfältigen Bewerbungsmöglichkeiten überfordert sind und plädierte für tiefere Hürden. «Berufswahl und Bewerbungszeit sind ein Prozess, und die Schüler brauchen Zeit – manchmal auch für Zwischenschritte wie zum Beispiel ein Praktikum», erklärte sie. Auch dabei kann sich zeigen, dass jemand geeignet ist für die entsprechende Lehrstelle.