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Stecken-Steak, am offenen Feuer gebraten

Fantasievolle und praktikable Zubereitungsarten von allen möglichen Leckereien am Feuer unter freiem Himmel stehen im Zentrum von «feuerkochen». Das Kochbuch von Chris Bay und Monika Di Muro aus dem AT Verlag erklärt ganz genau, wie’s geht.

Wer sagt denn, dass teures Fleisch immer auf den Grill gelegt werden muss? Foto: AT Verlag, Lukas Lienhard, www.at-verlag.ch

Unser Rezept der Woche widmet sich dem «Feuerkochen» mit dem Haselstecken – «das kann jeder», schreiben die Autoren. Diese Garmethode ist eine Mischung zwischen Braten und Räuchern und erfolgt über dem grossen offenen Feuer, aber nicht direkt in der Flamme (wegen der Verrussungsgefahr). Das eigentliche Braten am offenen Feuer geschieht ganz einfach durch Drehen des Steckens, der übrigens auch aus Buche oder Ahorn sein kann; das Holz vom Haselstrauch ist jedoch meistens am leichtesten zu finden und auch einfach erkennbar.

Für das Stecken-Steak muss man sich allerdings von der Vorstellung verabschieden, dass Steaks als Königsdisziplin ausschliesslich auf dem Rost auf die perfekte Garstufe gebracht werden…

Tipp: Gut gelagertes (das ist wichtig), gereiftes Rindfleisch kaufen, es wird fürs Braten in handliche Stücke geschnitten.

Stecken-Steak

Zutaten für 4 Personen

4 Stücke gereiftes Rindfleisch

à ca. 150 g

Meersalzflocken

Evtl. Zwiebelsenf

Evtl. Brot

Zubereitung

Das Fleisch mit dem Küchenpapier trocken tupfen und auf die gut gespitzten Haselstecken stecken. Mag man das Fleisch eher blutig, empfiehlt sich die «Durchsteckmethode», da der Haselstecken dabei als «Kühlelement» dient und das Fleisch auch bei äusserlich dunkler Röstung innen nur warm und blutig hält.

Besser durchgebraten wird das Fleisch, wenn man es schlangenförmig aufsteckt oder wenn man es wie eine Banane vom einen Ende zum anderen aufsteckt.

Am Haselstecken grosszügig salzen.

Das Fleisch mit dem Stecken an heisse Stellen über dem Feuer halten und gelegentlich drehen. Dabei darauf achten, dass weder Fleisch noch Stecken anbrennen!

Für die Garstufe «saignant/medium rare/blutig» dauert der Bratvorgang nur etwa 2 Minuten. Druckprobe mit Daumen und Mittelfinger: Es fühlt sich noch angenehm weich an. Nach etwa 5 Minuten ist das Fleisch ganz durchgebraten.

Achtung: Es geht sehr schnell – ist das Fleisch dann doch noch zu blutig, kann man es einfach wieder auf den Stecken stecken und weiterbraten, umgekehrt funktioniert das natürlich nicht.

Nach dem Essen den Bratensaft im Teller mit dem Brot auftunken.

Zum Stecken-Steak passen geröstete Haselnüsse, gegrillte Shrimps, Sesamöl, Weinbeeren, Amberbier und kolumbianischer Kaffee.

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