Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
Das Teilen der Leidenschaft für das Velofahren und das gemeinsame Ausüben dieses Hobbys ist für die Mitglieder des Veloclubs Meilen zentral.

Obwohl Velofahren ein Einzelsport ist, bereitet das gemeinsame Trainieren mit den Vereinskollegen und das Teilen schöner Erlebnisse mehr Spass, als alleine in die Pedale zu treten.
«Gemeinsam in die Pedale zu treten macht mehr Spass, als alleine
zu trainieren.»
Der Verein organisiert über das ganze Jahr diverse Trainingsangebote für Gross und Klein – es ist etwas dabei für Ambitionierte wie auch für Hobbyfahrerinnen und Hobbyfahrer. Gemeinsame Ausfahrten, Kids-Bike-Trainings, spezielle Radquer-Einheiten oder Hallentrainings sind nur einige Beispiele. «Die Kids-Bike-Trainings finden im Sommer jeden Dienstagabend statt, und auch Ausfahrten für Hobbyfahrerinnen und -fahrer veranstalten wir im Sommer regelmässig», sagt Aline Krähemann, Präsidentin des Veloclubs seit der Generalversammlung im Januar 2025.
Angebote für Bike und Strassenrad
Im Winter treffen sich die Sportlerinnen und Sportler einmal die Woche zum Quer-Training. Die ambitionierten Zweiradspezialisten führen ganzjährig alle zwei bis drei Wochen gemeinsame Ausfahrten durch. Organisiert werden diese Fahreinheiten über die Sport-App Strava, in der die Routen genau geplant und getrackt werden können. «Wir hoffen, dass diese Ausfahrten auch in Zukunft stattfinden können. Wir sind noch auf der Suche nach einer motivierten Person, die das künftig in die Hand nimmt und plant, weil der aktuelle Organisator aus dem Verein austreten wird», erklärt Aline Krähemann. Grundsätzlich gibt es Angebote für Strassenfahrer, Bikerinnen sowie Quer-Spezialistinnen und -Spezialisten. Einige üben mehrere Disziplinen aus.
Velobegeisterte Familie
Selber zum Radsport gekommen ist Aline Krähemann durch die Familie. Bei ihr seien von den Eltern bis zu den Geschwistern alle velobegeistert. «Wir waren von klein auf immer auf dem Rennplatz unterwegs, und da lag es nahe, einem Club beizutreten. Natürlich sollte dieser in der Region sein – so bin ich 2012 zum Veloclub Meilen gekommen», fasst sie zusammen. Das Amt der Präsidentin trat sie eher unverhofft an: «An der ordentlichen Generalversammlung 2024 wurde für den scheidenden Präsidenten kein Nachfolger gefunden. In einer ausseror-dentlichen Versammlung im darauffolgenden Januar habe ich mich dann bereit erklärt, das Amt zu übernehmen.»
«Als Verein können wir so viel bewirken, das gefällt mir.»
Ihre Faszination für den Sport, die Wichtigkeit des Vereinslebens und der Wunsch, sich einzubringen in einem Bereich, der sie begeistert, und dabei etwas zurückzugeben, das war dabei die Hauptmotivation. «Es bereitet mir immer wieder Freude, was wir als Verein bewirken können und welche tollen Erlebnisse wir miteinander teilen dürfen», sagt die Präsidentin.
Radquer und Militärrennen
Gegen aussen wurde der Veloclub in den letzten Jahren regelmässig sichtbar durch die Organisation des Radquers auf der Allmend, welches vom Verein organisiert und durchgeführt wird sowie durch die Organisation eines Strassenrennens in Stäfa, das seit drei Jahren stattfindet. «Das Radquer in Meilen kann zurzeit aufgrund fehlender Ressourcen nicht mehr auf die Beine gestellt werden, wir hoffen aber sehr, dass es bald nach Meilen zurück kommt», sagt Aline Krähemann und ergänzt: «Das Strassenrennen in Stäfa ist für den Verein aber genauso wichtig. Es ist ein toller Anlass für die Nachwuchsförderung im Strassensport. Mit dem Rennen geben wir vor allem jungen Sportlerinnen und Sportlern die Möglichkeit, in den Strassenradsport zu schnuppern und erste Wettkampferfahrung zu sammeln.» An diesem Rennanlass werde zudem die lange Tradi-tion des «Militärradrennens» fortgesetzt.
Aktive Mitglieder gesucht
Wie in allen Vereinen wird die Suche nach aktiven Mitgliedern, die auch bereit sind, Zeit und Freiwilligenarbeit zu investieren, immer schwieriger. Genügend Helferinnen und Helfer für die Veranstaltungen zu finden werde zunehmend zur Herausforderung, genauso wie das Gewinnen von Vorstandsmitgliedern oder Trainerinnen und Trainern.
«Ich hoffe aber sehr, dass der Veloclub Meilen auch in Zukunft die Faszination des Radsports an viele Kinder und Erwachsene weitergeben kann und dank des Engagements seiner Mitglieder weiterhin wächst und lebendig bleibt», erhofft sich Aline Krähemann.
Der Veloclub Meilen ist mit seiner über hundertjährigen Geschichte ein traditionsreicher Verein voller Herzblut, der immer wieder erfolgreiche Spitzenathleten hervorgebracht hat. Die aktuell wohl bekannteste Athletin des Clubs ist die Uetikerin Sina Frei, die an den olympischen Spielen in Tokyo 2020 die Silbermedaille erkämpfte, 2021 in Val di Sole WM-Gold im Short-Track und Bronze im XCO-Rennen holte, dreimal Team-Relay-Weltmeisterin und 2022 Vizeweltmeisterin der Disziplin «Gravel» wurde. 2024 gewann sie in der gleichen Disziplin den Europameistertitel.
«Der soziale Austausch kommt bei uns nie zu kurz.»
In den letzten Jahren hat der Verein stetig an Mitgliedern gewonnen. Diese profitieren von einem Vereinsleben mit viel sozialem Austausch, sei es an der Generalversammlung, bei gemeinsamen Trainings, bei den Anlässen, die der Club organisiert, oder dank privaten Freundschaften, die durch gemeinsame Ausfahrten entstehen. «Dieses Wachstum lässt optimistisch in die Zukunft blicken. Wir freuen uns auf alles, was noch kommt», sagt Aline Krähemann.