Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Als letztjähriger Silbermedaillengewinner an den Schweizer Nachwuchsmeisterschaften der Leichtathleten in Magglingen sah sich das Meilemer Talent Jan Guckenberger diesmal vor eine andere Aufgabe gestellt. Der 16-Jährige meisterte auch diese überzeugend.

Jan Guckenberger lächelte entspannt. Von «einem guten, aber herausfordernden Rennen» sprach er nach den 1000 m in der Halle End der Welt in Magglingen. Als Fünfter hatte er kurz zuvor die Ziellinie überquert. 2:35,79 Minuten wurden ihm zugeordnet. Fast neun Sekunden büsste er ein auf Goldmedaillengewinner Yannic Dubacher und gut acht auf den drittplatzierten Marwin Aregger. Es war ein ein Rekord-Rennen: Noch kein Schweizer in diesem Alter hat die Distanz auf einer engen Hallenbahn derart schnell zurückgelegt wie Dubacher.
In diesem «Schnellzug-Rennen» fand sich Jan Guckenberger souverän zurecht. «An der Spitze laufen sie in Schweizer-Rekord-Tempo», stellte der Meilemer rasch fest. Da galt es, sich richtig zu verhalten. Er befürchtete, dass es ihn «hin- und aufstellen» würde. Sodann liess er das Spitzentrio ziehen. Seine Vorsicht machte sich (wohl) bezahlt. Er – neben Aregger der einzige Vertreter des jüngeren Jahrganges 2010 – konnte seinen Rhythmus mehr oder weniger durchziehen. «Ich bin zufrieden», sagte er, «das Rennen verlief genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte.»
Richtig einordnen
Dass der Gymnasiast (Gymi Uetikon) richtig lag mit seiner Einschätzung und seinen Gefühlen, das unterstreichen einige Fakten. Im Vergleich mit seinem Silber-Lauf bei den U16 vor einem Jahr war er nun fast fünf Sekunden schneller. Und in etwa gleich schnell wie im letzten Sommer in Topform und auf der weniger engen 400-m-Bahn. «Das befriedigt», bilanzierte er.
In diesem Kontext zu berücksichtigen ist ebenso die Gewichtung. Auf die Hallensaison bereitete er sich unter Trainer Martin Wolfer wenig zielgerichtet vor. Der Schwerpunkt liegt in dieser Aufbauphase auf der Ausdauer. «Die Spritzigkeit fehlt noch», erkannte er wenig überraschend. Seine Trainings finden im Gelände statt und nicht auf der Leichtathletik-Piste. «Ein bis zwei spezifische Einheiten im Vorfeld und das war’s», sagt er. Im Hinblick auf die Sommersaison macht dies zusätzlich Mut. Im Vergleich zum Vorjahr vermochte er sich in der Halle um rund 5 Sekunden zu steigern – ein beträchtlicher Schritt.
Meilemer Trio
Neben Jan Guckenberger standen an diesen beiden Meisterschaftstagen in Magglingen zwei weitere LCM-Nachwuchshoffnungen im Einsatz: Lea Guckenberger – Jans Schwester – bei den U16 über 1000 m sowie Anna Scherrer, ebenfalls bei den U16 im Hürdensprint wie im Dreisprung. Guckenberger schied im Vorlauf mit 3:12,89 Minuten aus und erreichte Schlussrang 10. Scherrer lief im Hürdensprint im B-Final auf Platz 5 (12. Gesamtrang) und belegte im Dreisprung (9,94 m) Platz 10.