Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Verkehr soll keine Grenzen kennen

Die vier Zürcher Planungsgruppen Glattal, Limmattal, Pfannenstil, Zimmerberg sowie die Stadt Zürich haben am vergangenen Freitag in Dietikon die «Gemeinsame Absichtserklärung Agglomerationsverkehr» unterzeichnet.

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LEGI Gaudenz Schwitter, Präsident Zürcher Planungsgruppe Pfannenstil (ZPP) mit Stadträtin Simone Brander, Vorsteherin Tiefbau-und Entsorgungsdepartement der Stadt Zürich. Foto: Enzo Lopardo

Vier Zürcher Regionen und die Stadt setzen damit auf eine verbindliche Zusammenarbeit. Ihre Absichtserklärung umfasst ein gemeinsames Selbstverständnis, eine verbindende Vision sowie sieben Leitideen für die zukünftige Zusammenarbeit. Ziel ist es, im geteilten Lebensraum tragfähige und ausgewogene Lösungen für die grossen Herausforderungen in den Bereichen Mobilität und Verkehr im Grossraum zu entwickeln, dies über Gemeinde-, Regions- und Kantonsgrenzen hinweg.

 

Diverse Herausforderungen

Wachsende Mobilitätsbedürfnisse und begrenzter Platz fordern einen koordinierten Umgang mit möglichen Zielkonflikten und den verschiedenen Zuständigkeiten. «Der Verkehr macht nicht an Gemeindegrenzen halt. Unsere Zusammenarbeit darf es auch nicht», sagt Gaudenz Schwitter, Präsident Zürcher Planungsgruppe Pfannenstil (ZPP). «Mit der Absichtserklärung schaffen wir eine solide Grundlage, um als Regionen gemeinsam aufzutreten und Verantwortung für unseren Lebensraum zu übernehmen.»

Als Herausforderungen genannt werden unter anderem, dass der Gewerbeverkehr teilweise eingeschränkt ist, dass fragmentierte öV-Angebote an administrative Grenzen stossen, dass aufwertende Massnahmen für die Umgebung abschottend wirken, dass die tangentiale Erschliessung teils unbefriedigend ist und dass das Verkehrssystem vielfältigen Nutzungen gerecht werden muss.

 

Verstärkte und respektvolle Zusammenarbeit als Ziel

Die Vision beschreibt einen Zürcher Grossraum, der aus mehreren gut vernetzten Zentrumsgebieten besteht. Sie sollen mit allen Verkehrsmitteln gut erreichbar sein und in ein effizientes, klimaverträgliches (Erreichen der Netto-Null-Zielsetzungen wird vorausgesetzt) und verlässliches Verkehrssystem eingebunden werden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Stärkung von Tangentialverbindungen, um die vielfältigen Zentren auf direktem Weg zu verbinden.

«Wir haben zusammen eine Haltung und sieben Leitideen entwickelt, wie wir über Grenzen hinweg planen und ausgewogene Lösungen für den Agglomerationsverkehr finden wollen», sagt Benno Hüppi, Präsident der Zürcher Planungsgruppe Glattal (ZPG). Speziell genannt wird eine verstärkte, respektvolle Zusammenarbeit, indem die Beteiligten verstärkt zusammenarbeiten, sich regelmässig informieren, Planungen aufeinander abstimmen und einen fairen Umgang pflegen – dies über politische Positionen hinweg.

Die Leitideen werden nun in konkrete Massnahmen übersetzt und laufend weiterentwickelt, um Planung und Umsetzung langfristig abzustimmen.

 

 

 

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