Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Verbunden im Erleben und Empfinden

Am 1. September begann der meteorologische Herbst, und damit haben alle Galerien ihre Ausstellungstätigkeit wieder aufgenommen. So auch die Schwabach Galerie in Feldmeilen.

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Sie verhilft bei diesen hochsommerlichen Temperaturen den Besuchern mit den erfrischenden Bildern von Maria Bertschinger zu Abkühlung.

Spiel mit den Farben

Die Künstlerin ist in ihren Bildern sehr stark der Natur verbunden, aber nicht im Sinne einer naturalistischen Malerei, sondern im Erleben und Empfinden. So beispielsweise in ihrer Sicht auf Wasser. Mit wunderschönen Blautönen lässt Maria Bertschinger mit Acrylmalerei sowie in mixed Technik das Spiel der Wellen miterleben.

Scheint die Sonne, sind es einmalige Blautöne, gegen Abend kann sich das Wasser in Grün- oder bei bedecktem Himmel auch in Grautönen zeigen. Auch bei den Pflanzenmotiven ist das Spiel mit den Farben eine Augenweide. Maria Bertschinger beherrscht auch die Aquarelltechnik hervorragend. Hier heisst es schnell arbeiten und die Farben fliessen lassen. Sehr schön erlebt man dies bei «Les fleurs du mal» sowie «Sturmwind». Sie vermittelt uns durch ihre Bilder Ruhe, Gelassenheit und Träume. Auch die Erfahrung eines langen und interessanten Lebens spiegelt sich in ihren Bildern.

Persönliche Handschrift im Stil der Meister

Sehr spannend sind die in Ton sowie Steinguss geformten Figuren der in der Nähe von Paris aufgewachsenen Nicole Kretz Bellières. Man erkennt sofort die französische Bildhauerschule, aber es sind keine Kopien oder Nachahmungen der Werke der grossen Bildhauer Frankreichs, sondern es sind Plastiken, die Nicole Kretz Bellières‘ persönliche Handschrift tragen, nur sie kann Figuren in dieser Art darstellen. Oft aus patiniertem Ton oder patiniertem Steinguss, und vereinzelt sind es sogar Unikate.

Sie zeigt uns eine Mutter, die ihr Kind innig umarmt, nachdenkliche und träumende Frauen, moderne und klassische Emmas, ein Mittagsschlaf haltendes Mädchen, das sich eng umschlungen selbst schützt sowie ein meditierendes junges Mädchen in einer Yogaposition.

Es sind alles Frauen, junge wie auch ältere, Menschen, die uns oft staunen lassen oder auch zum Schmunzeln verleiten. Nicole Kretz Bellières bringt bei jeder Figur das Schöne, das in jedem Menschen steckt, in den Vordergrund, und wir Besucher der Ausstellung dürfen nachvollziehen, wie während des Schaffensprozesses die Figuren zum Leben erwachen und mit uns ein Gespräch beginnen.

Nicole Kretz, Skulpturen und Maria Bertschinger, Bilder. Vernissage 16. September, 17.00 – 19.00 Uhr; Apéro 1. Oktober, 14.30 – 17.00 Uhr; Ausklang 21. Oktober 15.00 – 17.00 Uhr. Offen samstags 15.00 – 17.00 Uhr und sonntags 14.30 – 17.00 Uhr. Schwabach Galerie, Feldgüetliweg 72.

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