Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Urdinkelmehl ist ein Mehl, für das ausschliesslich alte Sorten verwendet werden, welche nicht mit Weizen gekreuzt worden sind.

Urdinkel gilt als gesünder, bekömmlicher und nachhaltiger als andere Getreidesorten. Das weiss auch Judith Gmür-Stalder, die vor mehr als zehn Jahren ihr erstes Urdinkel-Backbuch veröffentlichte, das prompt ein Bestseller wurde.
Seither wird Urdinkel doppelt so häufig angebaut, und Judith Gmür-Stalder hat ihr Buch überarbeitet. Ergänzt um neue Rezepte, ist es im Verlag LandLiebe erschienen und umfasst 65 Gerichte. Dazu gibt es einen Einblick in die Geschichte von Urdinkel und seine Verarbeitung und viel Wissenswertes mehr.
Unser Rezept der Woche ist nicht nur etwas für Schoggi-Fans: Die Brötli schmecken besonders lauwarm einfach herrlich!
Dazu noch einige Tipps für Varianten: Die dunkle Schokolade kann durch Schokoladestreusel, weisse, Milchschokolade oder eine Schokoladenmischung ersetzt werden.
Die Brötli kann man vor dem Backen mit Hagelzucker bestreuen oder nachher mit flüssiger Schokoladenglasur bestreichen.
Die Schokolade kann insgesamt mit gerösteten Nüssen, eingeweichten Rosinen, Dörrfrüchten oder einem Kernen-Mix ersetzt werden; für Rosinenbrötchen den Kakao im Teig weglassen und die Schokolade durch 100 g eingeweichte, abgetropfte Rosinen ersetzen.
Schoggibrötli
Zutaten für 12-15 Stück
Brühstück
1,5 dl Wasser
100 g Urdinkelmehl (halbweiss,
weiss oder Vollkorn)
Teig
500 g Urdinkelmehl (halbweiss
oder weiss)
2 EL Kakaopulver
2 EL Zucker
Ca. 8 g Salz
5-8 g Hefe, zerbröckelt
Ca. 3 dl Milch
1 TL Apfelessig
500 g kalte Butter, in Stücken
100 g dunkle Schokolade, gehackt
2-3 EL Milch oder Kaffeerahm
Zubereitung
Für das Brühstück das Wasser aufkochen, siedend heiss unter Rühren zum Mehl giessen und weiterrühren, bis die Masse glatt und kompakt ist. Auskühlen lassen, mindestens 8 Stunden zugedeckt kühl stellen.
Für den Teig: Mehl, Kakao, Zucker und Salz mischen, eine Mulde formen. Hefe mit Milch, Essig und Butter zugeben, Brühstück dazuzupfen. Kurz zu einem feuchten, glatten Teig kneten. Schokolade am Schluss kurz unterkneten.
Zugedeckt bei Raumtemperatur 3-4 Stunden gehen lassen, in der ersten Stunde 3- bis 4-mal aufziehen und falten. Oder den Teig nur mit 1-2 g Hefe zubereiten und nach mehrmaligem Aufziehen/Falten über Nacht im Kühlschrank aufgehen lassen.
Den Teig in 12-15 Teile schneiden, diese zu Brötchen formen, auf Backpapier legen. Zugedeckt 30-40 Minuten aufgehen lassen.
Backofen und Backblech auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Dazu ausserdem ein kleines Backblech in den Ofen stellen.
Kurz vor dem Backen die Oberfläche der Brötchen mit Milch oder Kaffeerahm bestreichen.
Die aufgegangenen Brötchen mit einer Schere einschneiden, samt Backpapier auf das vorgeheizte heisse Backblech gleiten lassen. Nun eine Handvoll Eiswürfel in das kleine Backblech werfen und die Türe des Backofens sofort schliessen, damit sich Dampf bildet.
Temperatur auf 210 Grad reduzieren und 20-25 Minuten backen.
Gegen Ende der Backzeit Klopftest machen: Klingt es hohl, ist das Gebäck fertig. Andernfalls die Backzeit verlängern.
Brötchen auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.