Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
Die Spital Männedorf AG erzielte im Geschäftsjahr 2025 ein erfreuliches finanzielles Ergebnis. Trotz weiterhin herausfordernden gesundheitspolitischen und operativen Rahmenbedingungen kann das Spital einen Gewinn ausweisen. Zudem wurde die EBITDA-Marge deutlich auf 8,5% verbessert.

Im Betriebsjahr 2025 entwickelte sich die Nachfrage auf operativer Ebene stabil: Im stationären Bereich blieb das Leistungsvolumen konstant, während das Wachstum im ambulanten Bereich weiter anhielt. 45’167 Patientinnen und Patienten wurden ambulant behandelt, 855 mehr als im Vorjahr. Das Geschäftsjahr 2025 konnte mit einem Gewinn von 3,2 Mio. Franken abgeschlossen werden. Der Betriebsertrag der Spital Männedorf AG stieg auf Konzernebene auf 155,5 Mio. Franken und übertraf das Vorjahr um 4,7 Millionen Franken.
Verwaltungsratspräsidentin Beatrix Frey-Eigenmann: «Angesichts der anspruchsvollen Rahmenbedingungen ist dieses Ergebnis sehr erfreulich. Es ist das Verdienst eines engagierten Teams und bestärkt uns, das Spital Männedorf im Interesse unserer Patientinnen und Patienten konsequent weiterzuentwickeln.»
IKM als wichtiger Erfolgsfaktor
Hervorzuheben ist erneut die deutlich gestiegene EBITDA-Marge von 8,5% im Berichtsjahr gegenüber 7,3% im Vorjahr. Ein zentraler Treiber dieses Erfolgs ist das Integrale Kapazitätsmanagement (IKM): Es ermöglicht eine konsequent optimierte Personal- und Bettenplanung und trägt damit wesentlich zur hohen Bettenauslastung von 93,4% sowie zur gesteigerten operativen Effizienz bei.
Der neue CEO Patrick Gressbach, der auch als Dozent für systemisches Integrales Kapazitätsmanagement an der Universität St.Gallen (HSG) tätig ist, will hier weitere Akzente setzen: «Das Spital Männedorf wird künftig wissenschaftlich durch die HSG in der Weiterentwicklung des systemischen IKM begleitet. Somit stärken wir unsere Position als eines der Referenzzentren für IKM.»
Das Ergebnis wurde zudem durch den ambulanten Ertrag positiv beeinflusst, der um 10,1% über dem Vorjahreswert lag. Im ambulanten Bereich betrug das Wachstum an Taxpunkten gegenüber dem Vorjahr 5,1%. Durch die konsequente Kostenkontrolle verringerte sich der übrige Betriebsaufwand um 3,3%. Zudem nahm der Aufwand für Energie und Wasser aufgrund der Inbetriebnahme der neuen Photovoltaikanlage und der effizienten Nutzung von Seewasserenergie um 22,5% gegenüber dem Vorjahr ab.
Eine grafische Darstellung mit den wichtigsten Kennzahlen und weitere Informationen gibt es online (https://jahresbericht-2025.publikation.spitalmaennedorf.ch/de/).
Eröffnung der ambulanten Klinik Meilen Ende 2027 geplant
Das Spital Männedorf setzt auch unter neuer operativer Führung auf strategische Kooperationen, Ambulantisierung und digitale Innovationen. Zentrale Projekte sind die ambulante Klinik Meilen mit der geplanten Eröffnung Ende 2027, die vertiefte Orthopädie-Partnerschaft mit der Universitätsklinik Balgrist sowie die gemeinsame «Frauenklinik Züri Ost» mit dem Spital Uster.
Im aktuellen Jahr steht die Refinanzierung der im Sommer auslaufenden Anleihe an. Das klare Bekenntnis aller acht Aktionärsgemeinden zum Spital Männedorf an der Abstimmung vom September 2025 ermöglicht eine Refinanzierung zu vorteilhaften Konditionen und gibt Rückenwind, um die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung am rechten Zürichseeufer langfristig zu sichern.