Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
Wenn es im Mittelland heiss und hektisch ist, gibt es einen Ort, der die Sehnsucht weckt. Nur etwa eine Fahrstunde von Meilen entfernt, auf rund 900 Metern über Meer, liegt eine Landschaft, in der die Zeit stillzustehen scheint.
Die Schwantenau ist das viertgrösste Hochmoor der Schweiz – und eines der schönsten. Versteckt und verträumt bietet es einen Rückzugsort für Mensch und Natur. Und genau dorthin plant der Naturschutzverein Meilen am Sonntag, 21. Juni seine Sommerexkursion.
Eintauchen in eine andere Welt
Der Naturschutzverein organisiert einen Tagesausflug in die Schwantenau. Sie liegt im Kanton Schwyz, gut versteckt zwischen Biberbrugg und Sihlsee.
Der Tag startet gemütlich in Meilen, die Anreise erfolgt gemeinsam mit dem öV. Der Treffpunkt ist in Biberbrugg. Von dort aus führt die Wanderung rund eine Stunde in Richtung Moor. Die Vorfreude steigt mit jedem Schritt, bis sich das Moor schliesslich vor den Wanderern ausdehnt. Wer das Naturschutzgebiet betritt, den umfasst die Stille. Der Boden federt leicht, die Luft ist erfrischend anders. Man fühlt sich landschaftlich weit in den Norden versetzt.
Das Hochmoor der Schwantenau ist ein Naturjuwel, es zeichnet sich aus durch eine ungewöhnliche Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Wie alle Hochmoore wird auch die Schwantenau ohne Zuflüsse oder Grundwasser nur durch Regenwasser gespiesen. Noch Mitte des letzten Jahrhunderts haben die Menschen hier Torf gestochen, und wer genau hinschaut, kann die entsprechenden Spuren in der Landschaft noch entdecken.
Seit über 40 Jahren steht das Gebiet unter strengem Naturschutz. Heute breitet sich nun ein weicher Teppich aus Torfmoosen aus, zwischen deren Polster hoffentlich auch fleischfressende Pflanzen entdeckt werden können. Auch Orchideen und Wollgräser gibt es. Über das Moor und die umliegenden Magerwiesen flattern seltene Schmetterlinge.
Viel Zeit zum Beobachten und Geniessen
Die Gruppe wird sich gute zwei Stunden Zeit nehmen, um durch das Hochmoor zu wandern und zu verweilen. Wer hinschaut, entdeckt eine faszinierende Pflanzenwelt, die sich an die extremen Bedingungen des Hochmoors angepasst hat. Man wird Insekten beobachten und hoffentlich dem Gesang der Feldlerchen lauschen. Damit die Gruppe diese Landschaft nicht nur sieht, sondern auch versteht, wird sie von zwei regionalen Botanikern begleitet, Helene und Meinrad Küchler aus Einsiedeln. Die beiden sind langjährige Mitarbeiter der WSL im Bereich Moorschutz. Sie kennen das Gebiet, die Pflanzenwelt und den örtlichen Naturschutz mit ihren Schwierigkeiten bestens.
Eine Einladung an alle Naturfreunde
Um dieses Erlebnis zu geniessen, muss man kein Biologie-Experte und auch kein Mitglied im Naturschutzverein sein. Im Gegenteil: Alle aus der Umgebung sind eingeladen.
Anreise: Sonntag, 21. Juni ab Bahnhof Meilen Richtung Rapperswil 7.28 Uhr; Ankunft in Biberbrugg 8.20 Uhr.
Rückreise ab Bahnhof Biberbrugg 16.07 Uhr; Ankunft in Meilen 17.02 Uhr.
Anmeldung aus organisatorischen Gründen bitte bis am 17. Juni bei irene.schuermann@diskmail.ch oder auf der Webseite des Naturschutzvereins Meilen: https://nvmeilen.ch/events/