Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
Wenn sich Gärtnerinnen und Gärtner treffen, geht es nicht nur um Setzlinge und Schnecken, sondern auch um Gemeinschaft.

So begann die 50. Generalversammlung des Vereins für Familiengärten am Freitagabend des 27. März ganz gemütlich: Ein kleines Grüppchen traf sich bereits vorab in der Alten Sonne in Obermeilen, um sich bei einem feinen Nachtessen auf den Abend einzustimmen.
Kurz nach 20 Uhr eröffnete Präsident Hanspeter Wehrli dann die offizielle Versammlung und durfte dazu rund 30 Mitglieder begrüssen. In seinem Jahresbericht nahm er die Anwesenden nochmals mit auf eine Reise durchs vergangene Gartenjahr. Dieses zeigte sich von seiner freundlichen Seite: Ein milder Frühling und ein trockener Sommer sorgten vielerorts für reiche Ernten von Gemüse und Früchten.
Unklare Zukunft des Areals Feldmeilen
Ganz ohne Herausforderungen ging es aber natürlich nicht. Die Schnecken liessen sich wie gewohnt nicht lumpen, und im Gartenareal Feldmeilen machte ein Dachs mehrfache unerwünschte Besuche am reich gedeckten Gartenbuffet.
Auch über die Zukunft des Areals Feldmeilen wurde informiert. Noch ist unklar, inwieweit das Grundstück für die Weiterentwicklung des Schulareals benötigt wird und welche Auswirkungen diese auf die Familiengärten haben könnte. Deshalb wird bereits jetzt über verschiedene Möglichkeiten nachgedacht.
Die weiteren Traktanden von der Jahresrechnung über das Budget bis hin zu den überarbeiteten Statuten und zur angepassten Gartenordnung wurden speditiv behandelt und jeweils einstimmig angenommen.
Sprachliche Überarbeitung der «Regeln»
Für angeregte Diskussionen sorgte hingegen das neue Leitbild, das von einer engagierten Arbeitsgruppe unter der Leitung der Vorstandsmitglieder Regula Killer und Claudia Jung erarbeitet worden ist. Im Zentrum stehen Themen wie Gemeinschaft, Biodiversität, Respekt, Ausbildung und eben auch Regeln. Gerade letzterer Punkt wurde von der Arbeitsgruppe stark gewichtet, was nicht bei allen Anwesenden auf Begeisterung stiess.
Dabei wurde keineswegs infrage gestellt, dass Regeln wichtig und notwendig sind – diese sind in der bestehenden Gartenordnung bereits umfassend aufgeführt. Vielmehr störte man sich am eher streng klingenden Begriff «Regeln», der nochmals sprachlich überarbeitet werden soll, damit der positive Geist des Vereins noch besser widerspiegelt wird.
Nach rund zweieinhalb Stunden konnte der Präsident die Versammlung schliessen. Mit guten Wünschen für ein erfolgreiches neues Gartenjahr machten sich die Mitglieder schliesslich auf den Heimweg in der kühlen Frühlingsnacht, vielleicht schon mit neuen Gartenideen im Kopf.