Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Neulich in Meilen: Super10Kampf

Neulich sass ich in der Bar und trank ein Bier. Ich stiess mit Roger an und nahm gleich einmal einen grossen Schluck. «Du scheinst durstig zu sein», stellte Roger fest. «Ich habe auch Sport getrieben», antwortete ich augenzwinkernd. «Sport? Du?», fragte er mit Blick auf meinen Bauch. «Ich gebe zu, es war Passivsport. Aber es hat Spass gemacht.» – «Davon musst du erzählen», meinte Roger.

«Ich hatte das Glück», begann ich, «sehr spontan eine Karte für den Super10Kampf zu bekommen. Ein lieber Freund, der eingeladen war, musste krankheitshalber passen.» – «Den Super10Kampf schaue ich jedes Jahr im Fernsehen!», sagte Roger begeistert. – «Ich auch. Das war dann ja das Spannende. Denn im Fernsehen siehst du immer nur die Sportler, das Moderatorenteam und natürlich die Spiele. Im Stadion habe ich aber auch gesehen, wie zum Beispiel während des Gesprächs mit einer Sportlerin eine ganze Schar von Helferinnen und Helfern die einen Requisiten wegräumten und die Aufbauten für das nächste Spiel installierten.» – «Das stelle ich mir interessant vor», meinte auch Roger. «Aber wer hat denn diese Tickets vergeben?» – «Das war ein Freund dieses Freundes. Der unterstützt Nachwuchssportlerinnen.» – «Also ein privater Sponsor.» – «Ja, ich glaube das läuft unter dem Begriff Patenschaften. Nach der Show haben wir noch etwas zusammen getrunken. Und da waren dann auch ein paar dieser jungen Sportlerinnen dabei. Dabei habe ich erlebt, wie der ‘Götti’ mit seinen ‘Patenkindern’ umging.» – «Nämlich?» – «Der hat sich echt nach ihrem Wohlergehen erkundigt. Und eine hat dann auch ehrlich von Kommunikationsproblemen mit dem Trainerstab erzählt.» – «Du meinst, der hat nicht nur Geld rübergeschoben, sondern sich für diese jungen Menschen interessiert.» – «Genau. Das war ein gutes Erlebnis.» – «Darauf trinken wir noch eins.» Auf unser Zeichen hin zapfte Jimmy noch zwei Stangen. Als ich später am Abend die Bar verliess, verabschiedete ich mich bei Jimmy mit den Worten: «Dann bis nächste Woche!», worauf er traditionsgemäss sagte: «Bis in einer Woche.» Draussen war es herbstlich kühl. Ich schlug den Kragen hoch und dachte bei mir: Wenn Nachwuchsförderung so aussieht, wie ich es beim Super10Kampf erlebt habe, dann ist das eine super Sache.

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