Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Neu in der Lehre

Tausende Jugendliche starten diesen Sommer in die Berufslehre. In die Vorfreude mischen sich auch bange Fragen: Ist mein Berufsbildner nett? Habe ich den richtigen Beruf gewählt? Kann ich alles, was man von mir erwartet?

Das Forum Berufsbildung Bezirk Meilen lud kürzlich zu einem Podiumsgespräch ins biz Meilen ein. Eltern von zukünftigen Lernenden konnten erfahren, welche Veränderungen auf ihre Kinder zukommen und wie sie sie unterstützen können.

Lernen, Fragen zu stellen

Der Lehrbeginn ist eine grosse Umstellung, erzählten die beiden anwesenden Lernenden. Mehrere Monate benötigten sie, um richtig anzukommen und sich wohl zu fühlen. Nicht nur das frühe Aufstehen, die ungewohnte körperliche Belastung und das Lernen forderte sie. Sie mussten sich in der Erwachsenenwelt zurechtfinden und lernen, dass andere Kommunikationsregeln gelten als mit Gleichaltrigen. «Von vielem hatte ich keine Ahnung», sagte Annalea. «Ich musste lernen, Fragen zu stellen und das Gespräch zu suchen.» Für Liam war es eine grosse Umstellung, dass er viel selbständiger sein musste als bisher. Die Ermutigung aus ihrem Umfeld war für Annalea sehr wichtig.

Die Jungen wachsen in ihrer neuen Rolle

Auch die beiden Berufsbildner am Tisch erleben den Lehrstart als Herausforderung für die Jungen. Dragan Sucur (Luggen-Garage) beruhigte: «Man muss keine Angst haben. Die Jungen wachsen hinein.» Wichtig ist, nicht rasch aufzugeben, ergänzte Martin Siegenthaler (Sonova). Ist die Motivation spürbar, sind viele Lehrfirmen bereit, einen Jugendlichen beim Lernen zusätzlich zu unterstützen.

Was erwarten die beiden Ausbildner von den Eltern? Dass sie ihr Kind mit Interesse und Gelassenheit begleiten, dass sie es ansprechen, wenn es ihm nicht gut geht und dass sie ihm helfen, Probleme aktiv anzugehen.

Die Lehrpersonen der Berufsfachschulen haben ebenfalls Verständnis für die Neuen, sagte Patrick Heeb (Rektor BZZ): Es dürfen Fehler gemacht werden, und man darf und soll Fragen stellen. Die Berufsfachschule erfordert eine grössere Selbständigkeit als die Sek. Sollten Probleme auftauchen, empfahl Patrick Heeb, rasch die Klassenlehrperson anzusprechen. Die Schulen bieten beispielsweise Stützkurse, die für die Lernenden kostenlos sind.

Unterstützung durch Fachstellen

Sind die Schwierigkeiten zu gross, gibt es Fachstellen die unterstützen. Brigitte Specht, Berufsberatung biz Meilen, Bea Hirsiger von der Beratungsstelle kabel und Olivier Andermatt vom Samowar Meilen erzählten, wie sie Lernende begleiten und ihnen helfen, schwierige Situationen zu bewältigen. Sie sind sich einig: Lieber zu früh miteinander reden als zu spät.

www.forumberufsbildung.ch

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