Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Erfreulicherweise konnte sich der junge Meilemer Trampolinspringer Matteo Büttner (15) für die Europameisterschaften in Partimão (Portugal) qualifizieren, die vom 8. bis 12. April stattfanden – dies sowohl in der Kategorie Einzel als auch Synchron.
Leider schmälerte Verletzungspech Matteos Vorbereitungen. Dies war an seinem ersten Auftritt an einer Europameisterschaft, der Qualifikation im Einzelspringen, noch deutlich spürbar. Dennoch gelang es ihm, sowohl die Pflicht- als auch die Kürübung zu absolvieren und sich in starkem Umfeld in der Mitte der Rangliste zu klassieren.
Der Qualifikations-Wettkampf im Synchronspringen fand zwei Tage später statt. Matteo Büttner und sein Zürcher Trainingspartner Can Pelenk waren im Januar an der Nacht der Medaillen noch für ihren Vizeschweizermeistertitel von 2025 geehrt worden und konnten nun in Portugal im starken internationalen Umfeld mit einer sehr guten Leistung überzeugen.
Mit ihrem Auftritt qualifizierten sie sich sogar für den Halbfinal. Dort zeigten sie erneut ein starkes Programm und verpassten den Finaleinzug nur knapp. Aber der 13. Schlussrang lässt für die Zukunft hoffen.
Matteo ist seit Geburt in Meilen wohnhaft und hat mit fünf Jahren im Turnverein Stäfa mit Kunstturnen begonnen, bevor er dann mit neun Jahren direkt ins Zürcher Leistungszentrum Trampolinspringen aufgenommen wurde. Nach wie vor startet er innerhalb der Schweiz für den lokalen Verein und ist in der Region verwurzelt. So wollte er nach der Primarschule hier fürs Gymi nach Uetikon und nicht ans Sportgymi in Zürich. Auch wenn es für ihn nicht immer einfach ist, die Schule und den immer intensiver werdende Trainingsplan zu verbinden, hofft er sehr, dass ihm das auch nach dem Übertritt ins mathematische Profil des Kurzzeitgymnasiums Uetikon ab Schuljahr 26/27 weiterhin gelingt.
Es ist erfreulich, dass die Zürcher Vertreter im jungen Schweizer Team ein grosses Gewicht haben. Weitere Halbfinal- und Finalqualifikationen an den aktuellen Europameisterschaften lassen einen gespannt in die Zukunft blicken in einer Sportart, die zwar olympisch, in der Schweiz aber noch nicht sehr bekannt ist.