Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
Mit Ansprachen, Besichtigungsmöglichkeiten, Gratisbratwürsten und Getränken wurde am vergangenen Dienstag der neue Pavillon der Schule Feldmeilen feierlich eingeweiht.
Am 9. Juni 2024 hat die Stimmbevölkerung an der Urne einem Objektkredit über 5,328 Mio. Franken für die Erweiterung der Schulanlage Feldmeilen um einen Modulbau aus Holz zugestimmt. Nötig wurde die Erstellung dieses Pavillons wegen der stetig steigenden Schülerzahlen an allen Meilemer Schulstandorten. Am letzten Dienstag – also fast auf den Tag genau zwei Jahre nach der Kostengutsprache durch den Souverän – wurde das neue «Gebäude G» eingeweiht.
Aus 36 Kisten wird ein Haus
Bereits um 15 Uhr und damit noch vor dem angekündigten Regenschauer versammelten sich Behördenmitglieder, Architekten, Planer, Gemeindemitarbeitende und weitere am Bau und an der Umsetzung beteiligte Personen auf dem Feldner Pausenplatz, um der offiziellen Übergabe des Gebäudes an die Schule Meilen beizuwohnen. Gemeinderat Peter Bösch begrüsste die Anwesenden und nutzte den Moment, um sich bei allen Beteiligten für die gute, genaue und speditive Arbeit zu bedanken. Der Liegenschaftenvorsteher erinnerte sich an seine erste Begegnung mit dem Gebäude: «In einer Werkhalle wurde uns ein Holzbaumodul aus 36 Kistli gezeigt. Dass daraus jetzt ein so schönes Endprodukt entstanden ist, freut mich sehr.»
173 Tonnen Schweizer Holz verbaut
Ausserdem freut sich Peter Bösch besonders über den Baumweg, einen aus Holz gefertigten Steg, der sowohl als Durch- wie auch als Zugang zum oberen Stock des Gebäudes G dient und von diversen Bäumen umrahmt wird. «Die Begrünung war uns wichtig, weil für die Erstellung des Moduls eine wunderschöne alte Kastanie weichen musste», sagte Peter Bösch. «Wir haben mit allen Mitteln versucht, eine Lösung zu finden, um die Kastanie zu erhalten. Sogar die Umplatzierung des Baums war ein Thema. Alle eingeholten Gutachten zeigten aber, dass der Baum so noch maximal fünf Jahre überlebt hätte.» Der Liegenschaftenvorsteher ist überzeugt, dass das Gebäude, für das 173 Tonnen Schweizer Holz (95% Fichtenholz) verbaut worden sind, die Anforderungen der Schule optimal abdeckt.
Der Platz soll für die nächsten zehn Jahre reichen
Schulpräsidentin Cordula Kaiss richtete ebenfalls einige Worte an die Gäste und betonte, dass insbesondere die Planung der Schulanlage Feldmeilen schon eine lange Geschichte habe: «Es wurde geplant, über den Haufen geworfen, neu gestartet, gebaut und ergänzt, bis wir heute mit dem Neubau und der Ergänzung um Gebäude G allen Anforderungen und vor allem den stetig wachsenden Schülerzahlen gerecht werden.» Wenn die Prognosen stimmen, sollte nun ungefähr für die nächsten zehn Jahre ausreichend Platz für den Schul- und Betreuungsbetrieb zur Verfügung stehen.
Nach dem Durchschneiden des Bandes durfte das Innere des Modulholzbaus genau unter die Lupe genommen werden, und ab 17 Uhr stand der Pavillon allen Interessierten zur Besichtigung offen. Der Quartierverein sorgte für die Verpflegung, schenkte Getränke aus und verteilte Würste vom Grill und Brot, gesponsert von der Gemeinde Meilen. Vom Frauenverein Feldmeilen gab es zudem selbstgemachten Kuchen. Als Bhaltis wurden schön dekorierte Guetzli in Form eines «G» an den Eingängen zum Mitnehmen bereitgelegt. Die offizielle Bauabnahme erfolgte gestern Donnerstag, die ersten Schülerinnen und Schüler werden ab dem neuen Schuljahr nach den Sommerferien im Haus unterrichtet.