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Leichtathletik-Fest auf der Allmend

Das traditionelle Leichtathletik-Meeting in Meilen hat einen beachtlichen Stellenwert im dichtgedrängten Schweizer Meeting-Kalender.

Übermorgen Samstag dreht sich auf der Allmend alles um die Leichtathletik. Über 500 Athletinnen und Athleten messen sich in diversen Disziplinen. Foto: Immoman

Die erfreuliche Folge: Zahlreiche Athletinnen und Athleten mit grossen Namen und aus diversen Ländern sind am Start. Zu achten aus Meilener Warte gilt es auf Grosstalente vom See.

Meilen als Standortbestimmung

Freundinnen sind sie geworden: Céline Weber aus Meilen und Natalia Issler aus Horgen. Nicht die Zugehörigkeit zum selben Klub (LC Zürich) ist ausschlaggebend dafür, sondern die U18-Europameisterschaften vom letzten Juli in Jerusalem sind es. Beide gehörten sie der Schweizer Equipe an, und seither stehen die Hochspringerin Weber (17) und die 400- und 800-m-Läuferin Issler (bald 16) immer wieder in Kontakt – nicht nur wenn’s um den Sport geht.

Die Aussicht, dass sie in diesem Sommer wiederum beide zu Starts auf der internationalen Bühne kommen, sind mehr als intakt. Noch offen ist aber, wo. Die EYOF, die europäischen Jugend-Spiele in Maribor, stehen zur Diskussion, oder die U20-Europameisterschaften der Leichtathleten – erneut in Jerusalem. Beide Talente haben die Richtwerte erreicht.

Die nächste Standortbestimmung für Weber und Issler in Richtung Saisonhöhepunkt bietet sich diesen Samstag in Meilen. Die Ältere vergleicht sich mit hochklassiger, erfahrener Konkurrenz in ihrer Hauptdisziplin, die Jüngere ist für 400 m und 800 m gemeldet. Klar ist aber: Issler läuft die eine oder die andere Distanz. Sie will kurzfristig entscheiden.

Das Meeting in Meilen hat für Céline Weber wie für Natalia Issler einen besonderen Stellenwert. Weber war bis vor anderthalb Jahren Mitglied des organisierenden LC Meilen, ehe sie zum LCZ wechselte. «Die Allmend ist meine Heimanlage», sagt sie. Die Vorfreude ist deshalb besonders gross. Und Issler muss von ihrem Wohnort nur über den See blicken, und sie sieht die Anlage, insbesondere abends, wenn die Scheinwerfer leuchten.

Wieder ein Schweizer Rekord?

Etwas Besonderes vorgenommen für den Start in Meilen haben sich weder Weber noch Issler. «Ich hoffe, die gute Konkurrenz aus dem Ausland inspiriert mich», sagt Weber. Und Issler will «einfach gut laufen» und sich gegen die starke Konkurrenz zusätzliche Routine holen.

Im Zusammenhang mit der aufstrebenden Jugend gilt es auf einen weiteren Namen hinzuweisen: Fiona von Flüe. Die Chamerin, 15, läuft von Allzeit-Bestleistung zu Allzeit-Bestleistung. Letztes Jahr löste sie in Meilen über 3000 m Delia Sclabas ab. Schneller als alle ihres Alters vor ihr rannte sie auch am vergangenen Samstag in Genf über 800 m; mit 2:03,61 Minuten steigerte sie sich um fast drei Sekunden. In Meilen wird die Gymnasiastin eine Kostprobe ihres Könnens über 1500 m liefern. Als Massstab gilt ihre eigene Allzeit-Bestmarke (4:18,17) von Meilen 2022.

Sprinterinnen und Sprinter wollen sich profilieren

Auch bekannte Namen im Elite-Alter haben das Meeting in Meilen auf dem Programm. So der Tessin-Zürcher Ricky Petrucciani – der Mann, der vor bald zwei Jahren dem Uralt-Schweizerrekord von Matthias Rusterholz (44,99) bis auf drei Hundertstel sehr nahegekommen ist. Oder von der Schweizer Vorzeigestaffel der Frauen über 4×100 m sind es die Saisonschnellste über 100 m, Géraldine Frey, Salomé Kora und Natacha Kuoni. Bei den Männern werden William Reais, der U23-Europameister von 2021, sowie Silvan Wicky erwartet. Letzterer plant nach langer Verletzungspause sein Comeback.

Belohnt sehen sich auch die Organisatoren des LC Meilen. Ihr Meeting (von 12.45 bis 20.40 Uhr) ist in die Kategorie World Athletics Challenger Meeting aufgestiegen. Für die ambitionierten Athletinnen und Athleten ist dies von Bedeutung, weil nur noch an hoch qualifizierten Veranstaltungen Punkte für die Weltranglisten erkämpft werden können. Und diese entscheiden schliesslich mit bei den Selektionen für die internationalen Meisterschaften wie EM, WM oder Olympische Spiele.

Über 700 Starts

Die Konstellation sorgt für Interesse. Mehr als 500 Athletinnen und Athleten haben sich angemeldet für gut 700 Disziplinen-Starts. Ausgebuchte Startfelder sind die Folge. Für die OZB-(Ostschweizer-Zürcher, Bündner)Staffel-Wettbewerbe am Vormittag/Mittag (ab 11 Uhr) haben sich 108 Staffeln mit 208 Teilnehmenden gemeldet.

Ein breit abgestützter, zum Teil hochklassiger Leichtathletik-Tag auf der Meilemer Allmend scheint garantiert.

www.meeting-meilen.ch

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