Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
Beziehung und Gemeinschaft entstehen nicht von selbst. Sie wachsen dort, wo Menschen bereit sind, zuzuhören.
Wer nur die eigene Stimme hört und an den eigenen Vorstellungen festklebt, bleibt bei sich selbst. Wo jedoch Menschen bereit sind, aufeinander zu hören, kann Vertrauen wachsen und Neues entstehen. Das gilt für das Zusammenleben ebenso wie für das gemeinsame Musizieren.
Wer zuhört, ist offen. Genau diese Offenheit ist auch grundlegend für den Glauben. Gemeinschaft mit Gott beginnt dort, wo wir uns von Gott ansprechen lassen. Das Glaubensbekenntnis Israels beginnt mit den Worten: «Höre, Israel.» Und im Evangelium setzt sich Maria zu Jesu Füssen und hört Jesus zu, während Marta sich in ihren eigenen Vorstellungen verliert.
Wer offen ist für Gott, wird auch offen für den Mitmenschen. Wer sich von Gott ansprechen lässt, lernt auch, dem anderen zuzuhören. So wächst Gemeinschaft – mit Gott und untereinander. Unterschiedliche Stimmen müssen einander nicht ausschliessen. Gerade indem sie aufeinander hören, kann etwas Schöpferisches entstehen, das keine und keiner allein hervorbringen könnte.
Jazzprominenz: Marianne Racine und Raphael Jost
Der Jazzgottesdienst im Rahmen der Meilemer Jazznächte macht diesen Gedanken hörbar. Was am Vortag im Workshop mit der Zürcher Jazzmusikerin Marianne Racine und dem Projektchor gemeinsam erarbeitet wird, erklingt am Sonntag im Gottesdienst. So wird erfahrbar, wie aus vielen Stimmen ein gemeinsamer Klang wächst – getragen vom Hören, vom Vertrauen und von einer Freude, die Gemeinschaft stiftet.
Jazzgottesdienst mit Apéro, Sonntag, 30. August, 11.00 Uhr, Pfarrer Marc Stillhard, Gospelchor Kantorei Meilen mit Projektchor; Marianne Racine, Gesang; Raphael Jost, Piano, reformierte Kirche.