Helmuth Stanisch prägte das ATM seit dessen Gründung 1993 in der Verkörperung unzähliger Rollen, die er auf unverkennbare Art gestaltete und mit denen er das Publikum auf der HeuBühne immer wieder aufs Neue verzauberte.
Richter Adam im Zerbrochenen Krug (Kleist), der eingebildete Kranke (Molière), Oberon, der Elfenkönig im Sommernachtstraum (Shakespeare), Nathan der Weise (Lessing), und natürlich sein grossartiger Monolog Novecento (Barrico) bleiben unvergessen.
Helmuth Stanisch war nicht nur auf der Bühne aktiv, sondern auch hinter den Kulissen als Vorstandsmitglied des Vereins. Er unterstützte dabei stets das Bestreben, grosse Stücke der Weltliteratur in hochdeutscher Sprache aufzuführen und sich dabei auch immer um gutes Bühnendeutsch zu bemühen. Zum 25-Jahr-Jubiläum des ATM, das am 1. September 2018 mit einem grossen Fest im Garten des Mariafelds gefeiert wurde, durfte das Publikum ihn als Rezitator von Gedichten in der «Gedichte – Jukebox» ein letztes Mal öffentlich erleben, aber auch danach blieb er dem Theater stets als Premierengast treu.