Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Dass Tatar nicht immer aus Fleisch bestehen muss, hat sich inzwischen herumgesprochen. Unser Rezept der Woche ist denn auch fleischlos und macht mit seiner schönen Farbe etwas her.

Das Linsentatar mit Rande ist eine tolle Vorspeise, wenn man Gäste beeindrucken will, denn es gelingt einfach und schnell und überrascht mit den Aromen der marokkanischen Gewürzmischung Ras el Hanout.
Je nach Rezept und Region besteht diese aus bis zu 30 verschiedenen gemahlenen Gewürzen, wobei Kreuzkümmel, Koriandersaat, Kurkuma, Ingwer, Kardamom und Muskatnuss meistens dazugehören. Tipp: gelbes Ras el Hanout ist reich an Kurkuma, es schmeckt frisch, leicht und mild. Rotes Ras el Hanout enthält süsse Chilischoten und hat einen warmen und kräftigen Geschmack. Erhältlich ist beides in Supermärkten.
Auch Randenblätter und Erbsensprossen gibt es in der Kräuterabteilung grösserer Supermärkte – alternativ schmecken aber auch Dill oder Rucola.
Unser Rezept der Woche stammt aus dem Kochbuch «hülsenfrüchte» von Dorrit Türck und ist erschienen in der LandLiebe-Edition, Zürich.
Linsentatar
Zutaten für 4 Personen
1 rote Zwiebel
100 g Rande
2 EL Olivenöl
200 g rote Linsen
1 TL Ras el Hanout
5d Randensaft
3 dl Gemüsebouillon
1 EL flüssiger Honig
Salz
Pfeffer
wenig Randenblätter
wenig Erbsensprossen
Zubereitung
Zwiebel fein würfeln, Rande schälen und in kleine Würfel schneiden.
Zwiebel und Rande im heissen Olivenöl 5 Minuten bei kleiner bis mittlerer Hitze glasig dünsten. Linsen und Ras el Hanout hinzugeben und kurz mitbraten.
Randensaft und Bouillon hinzufügen, aufkochen und die Linsen ohne Deckel ca. 8-10 Minuten bissfest garen. Die Flüssigkeit sollte dabei eingekocht sein.
Tatar mit Honig, Salz und Pfeffer abschmecken und auf vier Tellern ringförmig anrichten.
Mit Erbsensprossen und Randenblättern bestreuen.
Dazu passt frisches Sauerteigbrot oder klassisch gebackener Toast.