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Es weihnachtet in Feldmeilen

Seit einer guten Woche sind die Tore des Weihnachtszelts der Stöckenweid geöffnet. Es ist ein wahres Einkaufsparadies für Geschenke – samt Café-Ecke.

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Die beiden weissen Zelte der Stiftung Stöckenweid verheissen seit 18 Jahren zuverlässig weihnachtlichen Einkaufszauber. Es duftet nach Tannennadeln und Bienenwachs und in der Ecke mit dem Café auch nach heisser Schokolade und würziger Suppe. Gleich beim Eingang im ersten Zelt steht ein grosser, sattgrüner Tannenbaum, es leuchten Lichtergirlanden, überall sind Waren gluschtig und liebevoll arrangiert.

Die Vorbereitungen für das Weihnachtszelt dauern jeweils fast ein Jahr: «Unsere Projektleiterin Sarah Ruch besucht bereits ab Januar die ersten Messen, um Waren einzukaufen», sagt Eva Narr, Marketingverantwortliche der Stöckenweid. Kurz vor Eröffnung arbeiten Sarah Ruch und zwei weitere Frauen aus dem Team jeweils fast rund um die Uhr, damit auch wirklich jeder der unzähligen Artikel sein Plätzchen findet und ansprechend präsentiert wird.

Viele Waren aus nachhaltiger Produktion

Zu haben sind viele Produkte aus der Schweiz und aus nachhaltiger Produktion sowie Neuheiten und Klassiker aus den Werkstätten der Stöckenweid. Letztere haben im Zelt dieses Jahr eine etwas grössere Verkaufsfläche erhalten und wurden liebevoll in Szene gesetzt. Neben bekannten Waren wie Schneidebrettern, Küchentüchern oder Teemischungen gibt es Neues: Eine Blumenpresse überzeugt mit hübschem floralem Design und vernünftigen – also ausreichend grossen – Ausmassen, ein Notizbuch mit hölzernem Einband lädt unkonventionell zum Sticken ein, denn der Deckel ist mit lauter kleinen Löchern gespickt, durch die Wolle gefädelt werden kann.

«Besonders beliebt sind unsere Geschenksets mit Waren, die in der Stöckenweid entstanden sind», gibt Eva Narr einen Tipp. «Wander-Lust» etwa enthält neben Snacks auch Anzündmaterial fürs Feuerchen im Wald, eine Teleskop-Gabel und ein kariertes Baumwollsäckli. «Sunntigs-Brönsch», «Tee-à-Tee» und «Scharfi Sach» sind weitere Sets. Neben der Stöckenweid sind weitere 14 soziale Institutionen aus der Schweiz mit ihren Produkten vertreten sowie vier ausländische Sozialprojekte, dazu kommen noch einmal so viele «konventionelle» Schweizer Hersteller.

Vom Dackel bis zum Dinosaurier

Was nicht aus dem Inland stammt, ist fast ausschliesslich «im Minimum aus Europa», wie Eva Narr sagt. Der Christbaumschmuck wurde zum grössten Teil in Bayern und Holland gefertigt. Die Motive sind nicht nur klassisch, sondern reichen vom Dackel bis zum Dinosaurier und vom Grill bis zur Bohrmaschine. Ebenfalls aus Bayern sind Kerzen in diversen Neonfarben mit etwas Gold oder Silber.

Aus der Mongolei, also nicht mehr ganz aus Europa, stammen die Strickwaren unter dem Motto «alles, damit man im Winter nicht friert». Einiges ist aus ungefärbter Yakwolle gefertigt, anderes aus Schafwolle. Die Socken, Handschuhe, Halstücher und Stirnbänder sind weich und warm.

Ein weiteres Highlight ist die «Honigecke» mit Honig vom Pfannenstiel oder aus dem Züri Oberland, Bienenwachskerzen, «Honey Hand Cream», Honig-Kosmetik und vielen Bienenmotiven, sogar auf Weihnachtskugeln.

Dem Thema Küchenutensilien ist eine ganze Wand gewidmet. Hier gibt es auch «Tschipps» aus dem Appenzell, die nicht aus Kartoffeln, sondern aus Bierhefe und Gerstenmalz-Treber hergestellt werden. Auf welche Weise man die ebenfalls angebotene Bieressig-Essenz verwendet, wird in einem Kochbuch erklärt. Wie viele Produkte im Weihnachtszelt hat auch dieses eine einzigartige Geschichte.

Speziell für Kinder wurde ein ganzer Bereich mit Spielsachen, Gesellschaftsspielen und Bilderbüchern gestaltet, und auch wer noch Kleinigkeiten benötigt, um den Adventskalender zu füllen, wird hier fündig. Frische Adventskränze und Gestecke sind ebenfalls zu haben – entweder, man sucht sich etwas aus dem grossen Angebot aus, oder man bestellt es massgeschneidert in der hauseigenen Gärtnerei.

Feines aus dem Café

Die Café-Ecke ist wie üblich persönlich und gemütlich gestaltet mit Kronleuchtern an der Decke, Perserteppichen auf dem Boden und bunt zusammengewürfeltem Mobiliar, an der Wand hängen die Originale des diesjährigen Wandkalenders, den die Bewohner gestaltet haben. Titel: «Das Leben ist bunt, imfall.» Ganz neu ist der Ausblick in die Natur: Das Café hat über den Sommer grosse Fenster erhalten!

Bewährt präsentiert sich die Speisekarte. Zuoberst steht der Burger mit Fleisch vom Bio-Rind, Raclettekäse, roten Zwiebeln, Mayonnaise, Speck, Pommes und BBQ-Sauce. Vegetarier freuen sich über türkische Ofenkartoffeln oder Hot Panini mit Spinat und Käse. Zum Dessert gibt es hausgemachte Kuchen und Gebäck. Wer sich einen Platz sichern möchte, reserviert unter Telefon 043 844 10 68.

Dank der frühen Öffnungszeiten gibt es unter der Woche bereits um 9 Uhr frische Brötchen und hausgemachtes Granola und an den Wochenenden ab 10 Uhr kleine Zmorge-Plättli zur Stärkung vor der Shoppingrunde.

Weihnachtszelt der Stiftung Stöckenweid, Bünishoferstrasse 295, Feldmeilen. Noch bis und mit 21. Dezember. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9.00 – 18.00 Uhr, Samstag und Sonntag 10.00 – 17.00 Uhr.

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