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Welches Kind kennt das nicht: Man liegt im Bett, es ist dunkel, und plötzlich kommt eine fiese Angst angeschlichen. Ist da vielleicht ein Monster unter meinem Bett? Nur Hilfeschreie oder gleich die Flucht ins Elternbett können einem das Leben retten.
Genau über diese Angst haben Zoé Huber und Hannah Siegenthaler einen Lernfilm gedreht.
Das Resultat eines langweiligen freien Nachmittags
Angefangen hat alles mit Langeweile an einem Mittwochnachmittag – und diese Langeweile sollte mit einem Lernfilmprojekt vertrieben werden. Hannah und Zoé grübelten über das Thema nach: Wollen wir Zeitverschiebung erklären? Soll es ein Erklärfilm über leuchtende Quallen werden? Oder was ist denn nun wirklich die Frage, welche alle Kinder beschäftigt?
«Gibt es Monster?» wollten die beiden in ihrem Drei-Minuten-Clip ergründen. Und damit das Ganze noch etwas mehr Spass macht, sollte der Film auch beim Lernfilmfestival (lernfilm-festival.ch) eingereicht werden.
Aufwändiger als gedacht
Wer etwas erklären will, muss zuerst mal etwas wissen. Deshalb haben Zoé und Hannah einen Kinderpsychologen zum Thema Angst und Monster befragt. Und der Experte konnte bestätigen: Die Monster unter dem Bett gibt’s nicht – aber angsteinflössende Monster im Kopf schon. Nun mussten die Fakten noch in eine spannende Geschichte verpackt werden. Figuren mussten her: die ängstliche Violetta, die müde Mama, die Monster-Detektive und Keule, der Monster-Experte aus der Steinzeit waren geboren.
Der Film sollte in einem Tag im Kasten sein, so lautete der Plan. Hannah zeichnete Figuren (ein wenig wurde sie dabei von ihrem Vater Roland Siegenthaler gecoacht, der auch Zeichnungs-Workshops gibt), Zoé gestaltete die Kulisse fürs Kinderzimmer, und eine erste Szene konnte gedreht werden. Doch statt drei Minuten waren am Feierabend erst zehn Sekunden des Films im Kasten. Beim Lernfilmfestival lernt eben nicht nur das Filmpublikum etwas – auch Hannah und Zoé haben viel übers Recherchieren, übers Zeichnen und über Filmanimation gelernt. Dazu haben sie auch die Erkenntnis gewonnen, dass in Wirklichkeit alles viel aufwändiger ist als ursprünglich angenommen.
Mit aller Energie haben sich die Filmemacherinnen in jeder freien Minute ins Filmstudio gesetzt, um nach über zwanzig Stunden endlich feststellen zu können: Wir sind am Ziel! Der Film ist beim Festival eingereicht!
Besuch von SRF school in Feldmeilen
Ende April kam dann Post: Das Fernsehen würde die beiden gerne besuchen, der Film sei nominiert für einen Preis. Wow! Welche Freude, welche Überraschung! So besuchte dann am 11. Mai eine Equipe von SRF school mit Moderator Raphael Labhart die Primarschule Feldmeilen. Dort durften Hannah und Zoé vor laufender Kamera noch einmal erklären, wie die Idee entstand, von wo sie alles Wissen haben und wie man Trickfilm-Monster tanzen lässt. Aus 350 Einsendungen in der Kategorie Primarschule hat die Jury den Monster-Film zum Gewinner gekürt. Unglaublich! Was mit etwas Langeweile begann, mit Stunden Arbeit weitergeführt wurde, hat’s aufs Podest geschafft! Monster gibt’s nicht, aber Kinder mit Ideen, Witz und Ausdauer!
Die Preisverleihung des Lernfilmfestivals wird morgen Samstag, 3. Juni, 10.55 bis 11.35 Uhr auf SRF 1 ausgestrahlt.
Den Film gibt es hier zu sehen!
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