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Eine starke Frau

Die Tertianum-Parkresidenz-Mitarbeiterin Esther Kämpfer hat an der Bodybuilding-Weltmeisterschaft IBFA in Italien den 1. Platz geholt. Das ist das Ergebnis hingebungsvollen Aufbaus.

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Bodybuilding-Weltmeisterin Esther Kämpfer, samt Parkresidenz-Cap, präsentiert ihre in Italien gewonnene Trophäe. Foto: zvg

«Ich gebe nie auf», sagt Esther Kämpfer, die damit ihrem Namen alle Ehre macht. Seit sie 49 Jahre alt ist, nimmt die heute 55-Jährige an Bodybuilding-Wettkämpfen teil, hat seither mehr als 30 Mal ihre Muskeln auf der Bühne präsentiert und ist dabei meist unter den ersten drei gelandet, obwohl ihre Konkurrentinnen oft deutlich jünger sind als sie.

Fünfmal so konsequent wie ein Mann

Nun hat sie vor gut einem Monat an der Weltmeisterschaft IBFA in Pomezia südlich von Rom in ihrer Kategorie (Ms Over 55) gar den ersten Platz geholt, indem sie sich gegen mehrere Mitbewerberinnen aus aller Welt durchsetzte. Das ist alles andere als ein Zufall oder Glücksfall, denn Esther Kämpfer ordnet ihrer Leidenschaft Bodybuilding alles unter. Seitdem ihre vier Kinder flügge sind, kann sie die erforderliche Disziplin in Sachen Ernährung und Training aufbringen: «Ich bin eigentlich das ganze Jahr über auf Diät, auch in den Ferien», sagt sie. So muss ihrem Körper beispielsweise alle drei bis vier Stunden Eiweiss zugeführt werden, und etliche Wochen vor Wettkämpfen ist das Diät-Regime besonders streng, da habe man ständig Hunger. Frauen, die von Natur aus mehr Körperfett besitzen, müssten bei der Ernährung fünfmal so konsequent sein wie Männer, erklärt Esther Kämpfer.

Nach der Arbeit wird trainiert

Ihre Arbeit im Tertianum Parkresidenz besteht darin, für rund 60 Bewohnerinnen und Bewohner am Morgen das Frühstück vorzubereiten. Gipfeli, Butter, Gomfi, Joghurt und so weiter werden direkt individuell zusammengestellt und auf die Wohnungen verteilt. Da läuft Esther Kämpfer schonmal das Wasser im Mund zusammen. Aber sie bleibt standfest. Und direkt nach Arbeitsschluss am Mittag wird in Volketswil in einem gut ausgerüsteten Fitnesscenter trainiert.

«Der Sport hält mich jung», sagt die Bodybuilderin. Wenn ihre Familie fragt: Wann hörst du damit auf?, dann antworte sie: «Solange ich atme, mache ich weiter, denn Muskeln bedeuten Gesundheit.»

Die fast einen halben Meter grosse Siegerinnen-Statue, die einen Bodybuilder darstellt, wird sie nun in die Parkresidenz mitnehmen und stolz ihren Fans präsentieren. Und natürlich stellt sie sich weiterhin internationalen Wettbewerben und wird in elf Monaten auch versuchen, ihren Titel zu verteidigen: «Wettkämpfe schenken mir Motivation und Disziplin.»

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