Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Eine Ausstellung für einen guten Zweck

Unter dem Titel «Kreuz di Quer» zeigt das Ortsmuseum Meilen eine zweiteilige Ausstellung. Der Erlös aller verkauften Kunstwerke geht an die Stiftung Kinderhospiz. Teil eins der Ausstellung feierte am vergangenen Samstag Vernissage.

Zum ersten Mal seit ihrem Amtsantritt als Nachfolgerin von Werner Wunderli und neue Präsidentin des Ortsmuseum begrüsste Anna Wenger die Besucherinnen und Besucher zu einer Vernissage.

In zwei Teilen zeigen 15 Künstlerinnen Skulpturen, Grafiken, Malereien und textile Arbeiten. Initiiert wurde die Ausstellung von der Künstlerin und Kinderhospiz-Botschafterin Kerstin Heinze-Grohmann. Ihre Werke sind in beiden Teilen der Ausstellung zu sehen.

Freie Themenwahl, aber Grössenbeschränkung

Das Konzept der Ausstellung ist einfach: Kein Kunstwerk darf älter als zwei Jahre sein und es darf eine gewisse Maximalgrösse nicht überschreiten. Die Themenwahl war frei. Entstanden sind Arbeiten in unterschiedlichen Techniken.

Mit ihren dünnwandigen Skulpturen aus Stein lotet Verena Bühler die Grenzen des Materials aus. Claudia Jäggis textile Arbeiten zeichnen sich durch ihre Vielfalt aus. Patchwork und Stickereien prägen ihre Arbeiten. Energie, Bewegung, Aufruhr, aber auch Ruhe, das möchte Alethea Erikson mit ihren Werken vermitteln, während die Malereien der Meilemerin Mana Maria Bättig von ihren Reisen auf den verschiedenen Kontinenten beeinflusst sind. Vom Wasser inspirieren liess sich Maritta Winter. Die Malerei gebe ihr die Freiheit, ihr inneres Kind auszuleben, sagt Doris Kummer, in deren Arbeiten Form und Farbe verschmelzen. Es lohnt sich, tief in die Kunstwerke von Barbara Freiburghaus einzutauchen, so erfährt man viel vom Seelenleben der Künstlerin. Kerstin Heinze-Grohmann kombiniert Malerei mit Seidenfäden auf Leinwand.

Sie gestaltete auch das Mitmach-Kunstwerk, das erst durch die Mitarbeit aller Ausstellungsbesucher zu einem fertigen Kunstwerk werden wird. Eine fertige Vorlage in Kleinformat leitet die Malfreudigen an. Dieses Bild wird am Ende der Ausstellungsdauer zugunsten der Stiftung Kinderhospiz Schweiz versteigert. Im Museum gibt es aber auch eine Kasse für freiwillige Spenden und Informationen zu weiteren Spendemöglichkeiten.

Geplant: ein Kinderhospiz in Fällanden

An der Vernissage anwesend waren auch Vertreter der Stiftung Kinderhospiz Schweiz, die 2009 gegründet wurde. Stiftungsratspräsident Jürg Herren freut sich sehr über die Ausstellung im Ortsmuseum und die Möglichkeit, Spenden für die Stiftung zu generieren. «Noch gibt es in der Schweiz kein stationäres Hospiz für Kinder. Unser Kinderhospiz Flamingo in Fällanden soll das erste werden», sagte er. Detaillierte Informationen zum Projekt findet man online unter www.kinderhospiz-schweiz.ch.

Die Bezeichnung Hospiz werde automatisch mit einem Ort in Verbindung gebracht, an dem man hingeht, um zu sterben, sagte Herren. Bei Kindern sei das aber anders: «Unser geplantes Kinderhospiz in Fällanden soll ein Ort sein, an dem die ganze Familie eine Auszeit nehmen und Kraft tanken kann. Für Familien ist eine Diagnose, dass ein Kind vermutlich das Erwachsenenalter nicht erreichen wird, nur schwer zu akzeptieren. Viele Familien zerbrechen an der Belastung.» Im Kinderhospiz sollen die Familien regenerieren, sich mit Gleichgesinnten austauschen und einen Tapetenwechsel erleben können.

Nach der Vernissage lud die Stiftung Kinderhospiz Schweiz zu einem Apéro. Die Ausstellung dauert noch bis am 2. Oktober. Weitere Informationen zu Workshops, Führungen und zu den Öffnungszeiten findet man online: www.ortsmuseum-meilen.ch.

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