Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Der Rohbau steht

Am Mittwoch letzter Woche trafen sich alle am Bau und Projekt «Siedlung Stelzenwiese» der Gewomag beteiligten Handwerker, Bauleiter, Architekten, Gemeindevertreter, Bauherrenvertreter, Projektvertreter, Vertreter der Kirchen und geladenen Gäste aus der Nachbarschaft zum Aufrichtefest.

Aufrichti Stelzen_web
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Der Rohbau des Grossprojekts steht, das Projekt schreitet voran. Eine klassische «Aufrichti» mit Bäumchen auf dem Giebeldach sei es eigentlich keine, erklärte der Präsident der Gemeinnützigen Wohnbau Meilen AG in seiner Begrüssungsrede. «Das liegt daran, dass wir bei dieser Überbauung ein Flachdach haben und es somit keinen Dachstock gibt», sagte Peter Jenny. Vielmehr sei es eigentlich ein Deckenfest, was den Meilenstein im Projekt aber nicht weniger zentral mache.

Wichtig für den Erhalt des Dorflebens

Nachdem am 21. Juni 2022 die Baubewilligung für das Projekt «Stelzen» erteilt und mit der Planung begonnen wurde, konnte im Oktober, nachdem ein Rekurs zurückgezogen wurde, erst richtig gestartet werden. Im November folgte der Spatenstich, am 17. Mai 2023 die Grundsteinlegung. «Acht Monate später sitzen wir im Rohbau und können feiern. Mein Dank geht an alle, die durch ihre harte und engagierte Arbeit am Projekt diesen weiteren Meilenstein überhaupt möglich gemacht haben», sagte Peter Jenny. Als Erinnerung gab es ein Sackmesser als «Bhaltis», und auf extra gestalteten Tischsets waren die verschiedenen Etappen des Projekts bildlich festgehalten.

Mit dem Gedicht «Betoniert und gmuret sind etz d’Wänd, dr Rohbau staht dank flissige Händ. S’ Flachdach schützt vor Wind und Räge. Ich gratuliere zum Deckefäscht und wünsche Gottes Säge», schloss der Gewomag-Präsident seine Dankensrede und übergab an Gemeindepräsident Christoph Hiller, der die Grussbotschaft des fast vollständig anwesenden Gemeinderates überbrachte. Die Gemeinde ist als Hauptaktionärin der Gewomag ins Projekt involviert.

«Das Bauprojekt Stelzen ist buchstäblich ein Meilen-Stein für die Zukunft unseres schönen Dorfes», sagte Hiller. Er sei überzeugt, dass die Gebäude mit Wohnungen und Gewerberäumen mit bezahlbaren Mietzinsen in unmittelbarer Nähe zu Dorfzentrum und Bahnhof einen wichtigen Beitrag zur Durchmischung der Bevölkerungsstruktur leisteten, «und die ist wichtig für den Erhalt unseres Dorflebens».

Was lange währt…

Das Stück Land wartete lange auf eine geeignete Nutzung. Von der reformierten Kirche in den 1940er-Jahren gekauft in der Absicht, ein Kirchgemeindehaus zu bauen, wurde ein solches in den 1960er-Jahren zwar projektiert, wegen fehlender Finanzen aber nie ausgeführt. Weitere 20 Jahre später sollte in Zusammenarbeit von Kirche und Gemeinde ein Mehrzweckraum oder Kulturzentrum entstehen. «Nachdem die Schule aber entschieden hatte, die Oberstufe vom Dorf in die Allmend zu verlegen, haben Gemeinderat und Schulpflege befunden, dass ein Dorfsaal ins Dorfzentrum an den Standort des alten Schulhauses gehöre», rekapitulierte Christoph Hiller.

Weil seine Vorredner «alles schon gesagt» hätten, blieb Gesamtplaner Beat Gitz nur noch ein grosser Dank an alle Beteiligten und gute Wünsche: «Ich wünsche uns allen, dass der Innenausbau genauso gut vorangeht wie der Rest des Projektes. Es ist schön zu sehen, wie es sich entwickelt hat», sagte er.

Der Dank war nicht nur in Worte gefasst, es gab anschliessend an die Reden Grilladen, Kartoffelgratin und Salate für alle Gäste.

Das Vermietungsreglement liegt vor

Fertigstellung und Erstbezug sind auf Herbst 2024 geplant. Das Vermietungsreglement wurde erstellt und ist online auf www.gewomag.ch aufrufbar; Interessenten können sich melden. Bald beginnen die Erstvermietung und die Kontaktaufnahme mit potentiellen Mietern, ein ganz genauer Zeitplan oder definitive Mietzinse sind indes noch nicht bekannt. Insgesamt werden 12 Wohnungen mit 2,5 Zimmern, 14 mit 3,5 Zimmern, 5 mit 4,5 Zimmern und eine mit 5 Zimmern vermietet.

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