Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
Wenn am 24. Dezember Hirten, Engel, Könige und als Schafe und Esel verkleidete Kinder die katholische Kirche bevölkern, heitere Stimmung herrscht und sich Betriebsamkeit breit macht, dann weiss man: Das alljährliche Krippenspiel steht an.
So versammelten sich auch an diesem Vorabend der Heiligen Nacht in der festlich geschmückten Kirche zahlreiche Besucher, um das beliebte Krippenspiel zu erleben. 27 Kinder aus allen Altersstufen verwandelten die Kirche in eine lebendige Bühne und begeisterten das Publikum mit viel Gesang und schauspielerischem Einsatz.
Der Engel ohne Heiligenschein
In diesem Jahr haben die Initiatorinnen und Katechetinnen Heidi Gambon-Caminada und Irene Schmucki mit den Unti-Kindern eine Geschichte eingeübt, die sich von der klassischen Weihnachtsgeschichte abhob, aber in der Aussage nicht minder bedeutungsvoll war. Im Mittelpunkt der Geschichte stand der Engel Zetnael, welcher bereits zum Auftakt der Aufführung durch seine Schusseligkeit auffiel. Er kam nämlich zu spät zur Engelchorprobe im Himmel und hatte auch noch seinen Heiligenschein verloren. Seine Enttäuschung war gross, als er der Anweisung des leitenden Engels Gabriel folgen musste, diesen zu suchen, statt sich mit dem Chor auf den Weg nach Betlehem zu machen, wo dieser singend die Geburt Jesu ankündigen wollte.
Wild entschlossen, den neugeborenen Heiland zu sehen und zu besingen, machte sich der Engel Zetnael ohne den Engelschor, aber in Begleitung von Zadok, dem alten Esel von Josef, auf den abenteuerlichen Weg nach Betlehem.
Schöne Mischung aus altbekannt und neu
Und es wäre nicht Weihnachten, wenn dieses Vorhaben dem Engel nicht gelungen wäre, worauf sich der Kreis schloss zum Motto des diesjährigen Krippenspiels «De Himmel chunnt uf d’Erde», welches durch den Engel ohne Heiligenschein eindrücklich zeigt, dass diese Botschaft allen gilt, auch den Versehrten, den einfachen Leuten sowie dem Engel selber. Er hat erkannt, dass alle bei der Krippe und beim neugeborenen Sohn Gottes, Jesus, willkommen sind.
Die Besucher waren von der Mischung aus altbekannten Weihnachtsliedern und neuen Ideen berührt und applaudierten den jungen Schauspielern enthusiastisch.
Auch die Katechtinnen waren vom Einsatz und Engagement der Unti-Kinder begeistert und gerührt: «Es freut uns sehr, dass so viele Kinder mit Fleiss, Freude, schauspielerischem und musikalischem Können die frohe Botschaft von Weihnachten so freudig und berührend verkündet haben!»
Ein rundum gelungener Auftakt in die Weihnachtszeit, der Gross und Klein noch lange in Erinnerung bleiben wird.