Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Auftriebshilfen beim Schwimmen

Jedes Jahr ertrinken in der Schweiz durchschnittlich 46 Menschen. Auftriebshilfen haben ein hohes Rettungspotenzial.

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Gemäss einer Erhebung der BFU (Beratungsstelle für Unfallverhütung) benützt heute erst jede zweite Person eine Auftriebshilfe. Am häufigsten werden Schwimmsäcke und Schwimmbojen mitgeführt.

Die eigenen Fähigkeiten realistisch einschätzen

In der Schweiz ertrinken im Durchschnitt jährlich 46 Menschen, davon sechs ausländische Gäste. In den Jahren 2011 bis 2021 waren es total 344. Die meisten tödlichen Unfälle passieren in Flüssen und Seen, pro Jahr im Durchschnitt 20.

Zu den Risikofaktoren beim Baden und Schwimmen in offenen Gewässern gehören Schwimmen ohne Auftriebshilfe, allein Schwimmen, Leichtsinn, Übermut, Alkoholkonsum, Kälte und Strömung. Für sicheres Schwimmen gilt es, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und sich gut vorzubereiten – beispielsweise beim Flussschwimmen vorgängig die Ein- und Ausstiegsstellen zu erkunden und eine Schwimmboje zu benützen.

Potenzial von Auftriebshilfen nicht ausgeschöpft

Auftriebshilfen haben beim Schwimmen in offenen Gewässern ein hohes Rettungspotenzial. Im Notfall kann man sich damit über Wasser halten. Die Erhebung der BFU hat gezeigt: Jede zweite Person hat beim Schwimmen im offenen Gewässer keine Auftriebshilfe dabei. Am häufigsten werden mit 43% Schwimmsäcke und -bojen als Auftriebshilfen genutzt, gefolgt von anderen Auftriebshilfen mit 14%, zum Beispiel Poolnudeln oder Bälle.

Das Mitführen einer Schwimmboje sollte so selbstverständlich werden wie das Tragen eines Skihelms beim Skifahren. Empfohlen werden dabei Schwimmbojen, die über einen Trennmechanismus verfügen und somit auch in Flüssen geeignet sind, weil sich die Bojen im Notfall lösen, falls sie irgendwo hängen bleiben.

Die wichtigsten Tipps für sicheres Schwimmen

– Bade- und Flussregeln der SLRG (Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft) beachten.

– In offenem Gewässer Auftriebshilfe nutzen (z.B. Schwimmboje) und nie allein schwimmen.

– Auf Alkohol und Drogen verzichten.

– Wer sich nicht 100-prozentig gesund und fit fühlt, schwimmt nur im überwachten Bad.

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