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Auftrieb für ein grosses Ziel

Samuel Jud gehört seit fünf Jahren dem Schweizer X-Terra-Nationalteam an. Auch in diesem Jahr ist sein Erfolgshunger ungebrochen, und er verfolgt ein ambitiöses Ziel. Vor der eigenen Haustür hat er sich in Position gebracht.

2024 © Alice Russolo
Samuel Jud hat hohe sportliche Ambitionen. Foto: zvg

Am Waldlauf in Männedorf hat Samuel Jud seine Fähigkeiten quasi spartenfremd unter Beweis gestellt. Im profilierten Lauf der Züri-Lauf-Cup-Serie platzierte er sich mit der 16. Overall-Zeit auf Rang 3 bei den M40. «So wichtig war dieses Rennen nicht für mich», stellt der 40-Jährige klar, «Freude bereitete es dennoch.»

Ein paar Läufe, um in Schwung zu kommen

Nach einer strengen (Trainings-)Woche fühlte er sich zu wenig erholt. «Ungefähr hingekriegt» habe er so das stark besetzte Rennen. Dahinter steht eine Absicht: «Ich gönne mir jetzt ein paar Läufe, um in Schwung zu kommen.» Zusätzlich habe er Freude getankt und Spass gehabt.

Zweckt erfüllt also, zumal sich der zeitliche Aufwand für den in Uster wohnhaften Multisportler in Grenzen hielt. Der Faktor Zeit spielt bei Samuel Jud eine komplexe Rolle. Als Cross-Triathlet mit Nationalmannschaftsstatus beträgt sein durchschnittlicher Trainingsaufwand pro Woche rund zwölf Stunden – fürs Schwimmen, Radfahren (Mountainbike) und fürs Laufen. Neben seinem Beruf in der technischen Kommunikation (60 Prozent) ist nun eine weitere «bereichernde Aufgabe» hinzugekommen – die Mitverantwortung für die mittlerweile 14 Monate alte Tochter. Zwei Wochentage sowie einen Teil des Wochenendes reserviert er für sie.

Gold fehlt noch

Seine hohen sportlichen Ambitionen hat Samuel Jud deswegen nicht beiseite gelegt. Neben nationalen Rennen mit dem Blick auf den Tagessieg bestreitet er weiterhin internationale Prüfungen der X-Terra-Serie. Und eine fixe Idee motiviert ihn: «Endlich einmal Schweizer Meister werden.» Regelmässig auf dem Podest steht er da seit Jahren. Auf die oberste Stufe aber hat er es noch nie geschafft. «Hoffentlich klappt es nun Ende Juni in La Brévine», sagt er.

Um den Anforderungen gerecht zu werden, kombiniert Samuel Jud in seinem Alltag Etliches: An den Arbeitsort in Dietikon fährt er mit dem (Strassen-)Velo. «Zwar benötige ich so rund eine Stunde mehr für die Reise, gleichzeitig habe ich aber auch zweieinhalb Stunden trainiert», sagt er. Bei langsamen Laufeinheiten ist er mit dem Babyjogger und dem Kind unterwegs. Win-Win-Situationen. Gleichzeitig ist aber auch Disziplin verlangt. Jud illustriert: «Das Wetter darf in meinem neuen Alltag keine Rolle mehr spielen. Am Samstag muss ich aufs Velo, auch wenn’s regnet.»

Planung und Konstanz

Einfacher ist es mit dem Schwimmen. In einer Viertelstunde ist Samuel Jud im Hallenbad. Betont aber: «Es ist entscheidend, zu planen und die Tage gut einzuteilen und einzurichten. Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch der anstehende Jobwechsel sowie die berufliche Weiterbildung, ein CAS-Kurs.

Was schätzt er als zentral ein, um seine Vorstellungen bezüglich Resultate zu erfüllen? Die Antwort kommt postwendend: «Konstanz. Konstanz im Training, keine Krankheiten oder Verletzungen, genügend Schlaf, eine gesunde Ernährung und nicht zu viel Unvermeidliches wie etwa die Steuererklärung.»

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