Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Alles dreht sich um Essen und seine Facetten

Die Gruppe Kultur der Gemeinde stellt im Jahr 2026 das Thema Esskultur ins Zentrum: Mit vielen Veranstaltungen und einer Ausstellung im Ortsmuseum. Wichtig ist dabei auch die Zusammenarbeit mit den Meilemer Vereinen.

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Die Gruppe Kultur wurde vor einigen Jahren gegründet. Sie ist der Präsidialabteilung unterstellt und umfasst unter der Leitung von Susy Brupbacher (Leiterin der Gemeindebibliothek) neben der Bibliothek auch die Ludothek und das Ortsmuseum. Mit der Gründung dieser Gruppe sollten die einzelnen Institutionen besser vernetzt werden und auch gegen aussen an Sichtbarkeit gewinnen. Um dieses Ziel zu erreichen, haben sich Susy Brupbacher und Julia Hübner (Kuratorin des Ortsmuseums) zusammengetan und Ideen gewälzt. «Bisher gab es weder Kulturtage noch sonstige Schwerpunktveranstaltungen», sagt Julia Hübner. Warum also nicht gleich ein ganzes Kulturjahr ausrufen?

Bei der Themensuche war schnell klar, dass es ein für alle zugängliches und greifbares Motto sein sollte. «Beim Thema ‘Essen’ findet jeder einen Anknüpfungspunkt. Essen, Trinken und alles rund um Esskultur löst Emotionen aus und bringt Menschen zusammen», erklärt Julia Hübner.

Zusammenarbeit mit den Vereinen

Sehr früh in der Organisationsphase holten die beiden weitere Meilemer Institutionen dazu: den Treffpunkt, die Mittwochgesellschaft, den Verein Heimatbuch. Und um am Ende wirklich ‘tout Meilen’ für das Kulturjahr zu gewinnen, wurde schnell entschieden, die Meilemer Vereine ebenfalls miteinzubeziehen, denn «sie bilden das Gerüst der Meilemer Kultur», sagt Susy Brupbacher. Bereits anderthalb Jahre im Voraus wurden sie informiert und dazu eingeladen, Veranstaltungen und Anlässe zum Thema zu planen.

«Grosse Anlässe mit mehreren Beteiligten sind sehr aufwändig zu organisieren, die Kapazitäten der Freiwilligen sind begrenzt. Wir wollten die Vereine darum frühzeitig informieren und ihnen die Möglichkeit geben, ihre Anlässe ohne grossen Zusatzaufwand thematisch dem Kulturjahr anzupassen», sagt Susy Brupbacher.

Entsprechend hat die Mittwochgesellschaft das Jahresmotto «Mit Biss» gewählt, das Heimatbuch hat direkt «Esskultur» zum diesjährigen Schwerpunktthema des Buches gemacht (und veranstaltet am 5. Februar den virtuellen Dorfrundgang «Wirtshausgeschichte(n) II»), das Ateliertheater serviert auf der Heubühne «poetisch-kulinarische Häppchen», die Ludothek lädt zum Krimidinner, das Schälehuus bietet Kochkurse und zeigt, wie Geschirr ohne Töpferscheibe selbst hergestellt werden kann.

Diverse Filmvorführungen, Lesungen und Vorträge nehmen das Thema genauso auf wie eine grosse Ausstellung im Ortsmuseum mit dem Titel «En Guete! Facetten unserer Esskultur». Vernissage ist Ende Februar.

Website mit allen Veranstaltungen

Während viele Veranstaltungen schon fix geplant sind, kommen laufend neue hinzu. Auf der Website www.meilen-kultur.ch kann jeder und jede eigene Veranstaltungen zum Thema erfassen, und interessierte Besucherinnen und Besucher finden dort alle nötigen Infos zu den Anlässen, von denen schon etliche aufgelistet sind.

Auch die reformierte Kirche beteiligt sich mit Vorträgen, Lesungen und Konzerten am Kulturjahr. Ein «Pub-Quiz» in der Bibliothek ist ein weiteres Highlight. Die «Genossenschaft Minga vo Meile» lädt zu drei Kochworkshops ein, bei denen zuerst der Gemeinschaftsgarten besucht und anschliessend gemeinsam ein farbiges, kreatives Menü gekocht wird.

Möglichst viele der Veranstaltungen zu besuchen, lohnt sich übrigens doppelt: Man lernt Neues kennen und kann gleichzeitig die Kulturjahr-Stempelkarte füllen, um am Ende bei einem grossen Wettbewerb gute Chancen auf einen schönen Erlebnis-Preis zu haben.

Unterstützung durch die Gemeinde

Grosse Ideen und Projekte brauchen auch eine breite Unterstützung in der Organisation und beim Budget. So war es wichtig, die zuständige Gemeinderätin Marzena Kopp vom Vorhaben zu überzeugen, damit sie das Projekt in den Gemeinderat tragen konnte. «Für mich war sofort klar, dass ich mich dafür einsetzen würde. Solche kreativen Projekte zu unterstützen ist für mich selbstverständlich, weil Initiative und Einsatz unbedingt gefördert werden müssen», sagt sie und ergänzt: «Mir persönlich gefällt das Thema ausgezeichnet. Mir waren zum Beispiel gute Tischmanieren schon immer sehr wichtig, und das Zusammenkommen in geselliger Runde am Esstisch ist ein wichtiger Teil meines Familienlebens.»

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