Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
Vertiefte technische Untersuchungen der Gemeinde Meilen und der Willy Stäubli Ingenieure AG haben ergeben, dass an der schwimmenden Mole der Hafenanlage Hirschen dringender Handlungsbedarf besteht.

Ursache ist der historisch tiefe Wasserstand des Zürichsees. Um Schäden an der Anlage zu verhindern und die Sicherheit zu gewährleisten, werden kurzfristig Sicherungs- und Instandsetzungsmassnahmen umgesetzt.
Punktuelle Auflage auf einem Pfahlstummel
Mit einem Pegelstand von 405,23 m liegt der Zürichsee derzeit rund 25 Zentimeter unter dem bisherigen Niedrigwasserrekord von 1952 und damit unter dem Wasserstand, welcher der ursprünglichen Auslegung der Schwimm-Mole zugrunde lag. Nach heutigem Kenntnisstand und gemäss den Aufnahmen einer Unterwasserdrohne liegt die Schwimm-Mole derzeit punktuell auf einem verbliebenen Pfahlstummel des ehemaligen Dampfschiffstegs auf, der sich bis zum Neubau der heutigen Anlage im Jahr 1981 an diesem Standort befand.
Eine schwimmende Mole ist jedoch darauf ausgelegt, sich frei und gleichmässig mit dem Wasserstand zu bewegen. Durch die Auflagerung ist diese Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Im ungünstigsten Fall können Bauteile beschädigt werden, Wasser eindringen und die Mole innerhalb kurzer Zeit an Auftrieb verlieren. Auch ein Absinken oder Kippen der Konstruktion kann derzeit nicht ausgeschlossen werden.
Arbeiten beginnen unverzüglich
Aufgrund der Dringlichkeit hat die Kibag Wasserbau die Notmassnahmen an der Betonmole priorisiert und unterbricht dafür eine andere Baustelle für rund eine Woche. Vorgesehen ist, die Mole mit einem auf einem Ponton eingesetzten 150-Tonnen-Pneukran leicht anzuheben und mit dem Schubschiff «Finn» in Richtung Rapperswil zu verschieben. Dadurch soll der Bereich der alten Pfahlfundamente zugänglich gemacht und sollen die verbliebenen Pfahlstummel sowie allfällige weitere Hindernisse mit dem Bagger Cat 325 entfernt werden können. Ziel ist es, die Arbeiten innerhalb einer Woche abzuschliessen und die Schwimm-Mole anschliessend wieder in ihre ursprüngliche Lage zu bringen.
Damit die Arbeiten sicher ausgeführt werden können, wurden die betroffenen Bootsplatznutzer kurzfristig aufgefordert, ihre Boote umzuplatzieren. Der Gemeinde ist bewusst, dass die-se Sofortmassnahme für die betroffenen Bootsbesitzer mit organisatorischem Aufwand verbunden ist. Aufgrund der Sicherheitslage und des kurzfristig verfügbaren Arbeitsfensters ist die Räumung jedoch notwendig, damit die Arbeiten ohne Verzögerung durchgeführt werden können.
Die Gemeinde Meilen wird die Arbeiten gemeinsam mit den beteiligten Ingenieuren und der Kibag Wasserbau eng koordinieren und laufend über den weiteren Verlauf der Massnahmen informieren.