Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Heikle Passagen beim Bergwandern

Weit über die Hälfte der Schweizer Bevölkerung wandert regelmässig, und die meisten kehren unversehrt von einer Bergwanderung zurück.  Jedes Jahr verunfallen aber auch zahlreiche Menschen auf Bergwanderwegen, einige davon tödlich.

Viele Wanderer erkennen kritische Situationen zwar, treffen dann aber nicht die sicherste Entscheidung. Über zwei Drittel passieren trotz Angst oder Unsicherheit eine heikle Passage. Dabei können gerade die eigenen Warnsignale helfen, Gefahren rechtzeitig zu erkennen.

Viele gehen trotz Bedenken weiter

Fast 70% der Wanderer sind unterwegs schon einmal auf eine heikle Passage gestossen, also auf eine Stelle, die Angst oder Unsicherheit auslöst. Am häufigsten handelte es sich dabei um Passagen mit erhöhter Absturzgefahr (45 %) und schwindelerregendem Tiefblick (36 %). Auch technisch anspruchsvolle Abschnitte (18 %) und Schneefelder (17 %) brachten einige Wanderer an ihre Grenzen.

Trotzdem gingen mehr als zwei Drittel der Betroffenen weiter. Besonders häufig passierten jüngere und weniger erfahrene Personen solche Stellen, während ältere und erfahrene Bergwanderer deutlich häufiger umkehrten. Die Folgen: Überforderung erhöht das Risiko für einen Unfall. .

Die richtige Einstellung erhöht die Sicherheit

Warum gehen Wanderer trotz ungutem Gefühl häufig weiter? Die Gründe dafür sind vielfältig: unter anderem fehlende Umkehrmöglichkeiten, Zeitdruck, Gruppendruck oder Ehrgeiz. Diese Faktoren können dazu führen, dass Risiken nicht ernst genommen werden. Empfohlen wird deshalb:

– Eine Tour wählen, die zu den eigenen Fähigkeiten und der aktuellen Verfassung passt.

– Tour so planen, dass Umkehr- oder Ausweichmöglichkeiten von Anfang an bekannt sind.

– Ein ungutes Gefühl als Warnsignal ernst nehmen, rechtzeitig umkehren oder Ausweichvariante wählen.

– Auf schwächere Gruppenmitglieder achten und die Tour an deren Können anpassen.

– Genügend Zeitreserven einplanen, um nicht unter Zeitdruck eine heikle Passage passieren zu müssen.

Damit aus dem Bergerlebnis kein Unfall wird

Wer Warnsignale ernst nimmt und die eigenen Fähigkeiten realistisch einschätzt, ist sicherer unterwegs. Bergwandern erfordert je nach Route Fitness, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Ebenso wichtig ist es, eine Tour zu wählen, die zu den eigenen Fähigkeiten passt. Diese Botschaften stehen auch im Zentrum des Portals sicher-bergwandern.ch. Wanderer finden dort Tipps, Packlisten und einen Selbsttest.

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