Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Thierry Stucki aus Feldmeilen hat an der Junioren-Weltmeisterschaft im niederländischen Medemblik zusammen mit Steuermann Jacob Bründler die Bronzemedaille in der Skiff-Klasse FX Open gewonnen.

An der Junioren-WM der Klassen 49er, 49erFX, FX Open und Nacra 17 waren vom 22. bis 26. Juli rund 120 Boote aus 26 Nationen am Start. Thierry und Jacob steigerten sich bei wechselhaften Bedingungen im Verlauf der Woche kontinuierlich und sicherten sich am Schlusstag den dritten Rang.
Unterstützung durch die Segelclubs
Der Weg führte, wie bei den meisten Juniorinnen und Junioren der Region, über den Optimisten in der Juniorenabteilung eines Clubs: Thierry sammelte 2017 seine ersten Erfahrungen beim Segel- und Yachtclub Herrliberg (SYH), Jacob beim Segel-Club Enge in Zürich. Seit 2022 segeln die beiden gemeinsam auf einem Boot der Segler-Vereinigung Thalwil.
Der Erfolg zeigt, was die Segelclubs rund um den Zürichsee in der Nachwuchsarbeit gemeinsam leisten. Sie tragen diese Grundausbildung gemeinsam, betreiben Juniorenprogramme, stellen Boote sowie Trainerinnen und Trainer und öffnen Kindern damit den Zugang zum Segelsport.
Wer weiterkommen will, findet im Zürichsee-Segler-Verband (Zurich Sailing) die nächste Stufe. Der Regionalverband führt die Juniorinnen und Junioren aus den einzelnen Clubs im Regionalkader zusammen und betreibt ein regionales Leistungszentrum. Darauf bauen die nationalen Förderprogramme von Swiss Sailing auf.
Jährlich mehr als 100 Tage auf dem Wasser
Heute trainieren Thierry und Jacob über 100 Tage pro Jahr auf dem Wasser, auf dem 49erFX, einem Zweihand-Skiff mit Trapez und Gennaker. Im nationalen Swiss Sailing Youth Team segeln sie zusammen mit Henri Rothacher und Noah Strempfer, die in Medemblik den Weltmeistertitel in derselben Kategorie holten. Trainiert werden beide Teams von Riccardo Giuliano, dem nationalen Junioren-Headcoach, und Sol Branz, einer mehrfachen argentinischen 49erFX-Olympiaseglerin, die in Thalwil wohnt. So standen am Ende zwei Crews vom Zürichsee auf dem WM-Podest.
Als Nächstes wechseln beide Teams trotz ihres jungen Alters auf den 49er, die Variante mit höherem Mast und grösserer Segelfläche. Zugleich geben sie in den Clubs der Region bereits Trainings für Optimist- und 29er-Junioren – also dort, wo ihr eigener Weg begonnen hat.