Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Zu Besuch in der Glace-Produktion der Delica AG

Bei der Delica AG, dem Meilemer Traditionsunternehmen der Migros Industrie, werden von 626 Mitarbeitenden aus 44 unterschiedlichen Nationalitäten auf einer Fläche von 76’000 m2 Lebensmittel produziert.

Hergestellt werden Glaces, Biscuits, Snacks und Backwaren. Letzte Woche hat das Unternehmen Medienvertreter in die Eiscreme-Produktion eingeladen.

Swiss Vegan Award gewonnen

Stängeliglace produziert die Migros in Meilen schon seit 1949, seit 1970 gibt es Eiscrème-Cornets, und die Kultglace mit den Tiermotiven Seehund, Affe und Bär wurden 1975 ins Leben gerufen. Regelmässig kommen neue Glace-Kreationen dazu und bleiben bei Verkaufserfolg im Sortiment, es verschwinden aber auch immer wieder Sorten, die bei der Mehrheit der Konsumenten keinen Anklang finden. 2015 launchte die Migros unter dem Namen «Fruit Ice» das erste Glace aus 100% Frucht auf dem Schweizer Markt – dieses gibt es bis heute in den Geschmacksrichtungen Mango und Himbeer – und ergänzte 2016 mit der Einführung des Lables «Coco Ice-Land» das erste vegane und laktosefreie Eiscrème-Konzept im Schweizer Markt, welches 2018 den Swiss Vegan Award gewann.

2021 wurde das Schokoladencornet der gleichen Linie erneut mit einem Award ausgezeichnet.

70 Tonnen Glace pro Tag

Insgesamt werden in der Delica 250 verschiedene Glace-Produkte hergestellt, wovon rund 160 in den Migros-Regalen zu finden sind. Die restlichen Produkte gehen in die Gastronomie oder sind Private Label. In der Hochsaison von Mai bis August werden in Meilen bis zu 70 Tonnen Glace pro Tag produziert. Alleine von den Kult-Rahmlutschern Seehund (Vanille), Affe (Erdbeer), Bär (Schokolade) und Koala (Mokka) werden jedes Jahr zwischen 28 und 32 Millionen Stück hergestellt.

Wie es an den sechs flexibel aufgebauten Produktionslinien zu und her geht, konnten die geladenen Medienschaffenden vergangene Woche live erleben.

Glaces machen Lärm

Doch bevor es in die heiligen Hallen der Produktion ging, galt es, Sicherheits- und Hygienevorschriften kennenzulernen, persönliche Gegenstände und Schmuck in den Spind einzuschliessen und sich mit Überzieh-Schutzschuhen, einem weissen Kittel, Haarnetz, Schutzbrille und Handschuhen auszustatten.

Durch die Produktion geführt wurden die Vertreter von Print, TV- und Radiostationen vom stellvertretenden Bereichsleiter und Teamleiter Glaceherstellung, Raphael Oncins, und von Severin Weber, Industrial Performance Manager. Lea Amato, verantwortlich für die Planung und Umsetzung von Entwicklungsprojekten, gab zudem Einblick in die Prozesse, die es braucht, bis ein neues Produkt in die Produktion geht, und erklärte, warum gewisse Projekte doch nie umgesetzt werden. Damit alle die Informationen auch hören konnten, wurden Headsets verteilt, in der Glaceproduktion ist es nämlich ganz schön laut.

Neben den Kult-Stängeli «Bär» wurden an diesem Nachmittag auch weitere Renner wie «Crème d’Or Vanille», «Choquello» oder «MegaStar Cappuccino» produziert.

Vanille-Rahmglace ist am einfachsten herzustellen

Die Produktion eines normalen Vanille-Rahmglaces ist eigentlich sehr einfach: Der Grundmix aus Rahm, Milch, Zucker, Eigelb und Vanille wird hergestellt, pasteurisiert und über Nacht kühl gelagert, bevor er am nächsten Tag beispielsweise in Becher abgefüllt, ausgehärtet und bis zur Auslieferung in die Filiale gekühlt gelagert wird. Die Produktion von Stängeliglace ist vergleichsweise aufwändiger.

Natürlich muss auch für das Kult-Glace Bär zuerst die Grundmasse des Schokoladeneises hergestellt werden. Portionenweise wird die vorgekühlte Masse nun in die Vertiefungen auf einer runden, sich Ruck für Ruck drehenden Scheibe eingefüllt, mit einem Holzstängeli versehen und nähert sich dann dem Schokoladebad. Nach der Abtropfphase werden die Lutscher einzeln in Papier verpackt und in Schachteln abgefüllt. Regelmässige Gewichtskontrollen prüfen, dass keine Schachtel mit zu wenigen oder zu vielen Glaces befüllt wurde.

«Berry Dark», «Exotic Cornet» und «Fior di Latte Nocciolata»

Zu einem Besuch in der Glaceproduktion gehört natürlich auch eine Verkostung. Da boten sich besonders die in diesem Jahr neu in die Regale gekommenen Sorten «MegaStar mini Berry Dark», «FUN Exotic Cornet» und «Crème d’Or Fior di Latte Nocciolata» an.

Bewusster Konsum und Ausgewogenheit sind Themen, die bei der Produktentwicklung immer mehr an Bedeutung gewinnen. Auch aus diesem Grund wird das «MegaStar mini Berry Dark» in einer kleineren Portionengrösse angeboten. Das Schokoladenglace mit fruchtiger Waldbeersauce, umhüllt von knackiger dunkler Schokolade mit knusprigen Himbeerstücken ist ein echter Genuss. Das «FUN Exotic Cornet» derweil ist eine Ergänzung zum schon bestehenden Exotic-Stängel-Glace. Das Rahmglace mit Passionsfruchtsauce wird kombiniert mit einem erfrischenden Passionsfrucht-Mango-Ananas-Sorbet und in einer knusprigen Waffel serviert. Die neuste Crème-d’Or-Sorte vereint Fior-di-Latte-Glace mit intensivem Haselnuss-Kakao-Sorbet. Spannende Texturkontraste und überraschende Geschmackskombinationen sorgen für ein ganzheitliches Genusserlebnis.

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