Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
Wie bereits 2024 und 2025 finden im Juni wieder die Flossbautage der Schule Meilen statt. Im «Ländeli» in Obermeilen sind jeweils rund zwei Dutzend Kinder eine ganze Woche lang am See.

Am Montag, 1. Juni hat die zweite Oberstufe Allmend mit dem Bau der Katamarane begonnen. Immer vier bis fünf Schülerinnen und Schüler bauen zusammen ein Floss.
Umgang mit Material und Werkzeug
Die Auftriebskörper sind aus Kunststoffrohren, der Aufbau ist aus Holz. Als Antrieb werden alte Velos so weit auseinandergenommen, dass die Pedale mit Tretlager auf den Aufbau geschraubt werden können. Mit der Kette wird das eigenhändig gebaute Schaufelrad angetrieben. Ein Ruder hilft beim Steuern, ein Notpaddel wird ebenfalls gebaut und mitgeführt. Jedes Floss sieht anders aus, je nach Kreativität und Vorwissen der Schülerinnen und Schüler.
Teamarbeit ist ein wichtiges Element dieser Projektwoche. Der sichere und gezielte Umgang mit Material und Werkzeug, die passende und stabile Befestigung der Teile sowie eine optimale Gewichtsverteilung sind ebenfalls zentral.
Im Vorfeld der Projektwoche wurden die Kinder ins Projekt eingeführt, Pläne wurden gezeichnet, Antriebssysteme angeschaut, stabile Verbindungen ausprobiert und Werkzeuge kennengelernt.
Zum Abschluss ein Rennen
Jeweils am Freitagnachmittag findet dann ein kleines Floss-Rennen statt. Immer zwei Kinder sitzen auf dem Floss und fahren einen vorgegebenen Parcours.
Organisiert werden diese Wochen von den Lernzentren der Primarschule Meilen sowie von der Oberstufe. Das Ziel ist es, ein Produkt herzustellen, das unter realen Bedingungen getestet werden kann. Denn um zu sehen, ob ein Antrieb oder eine Steuerung wirklich einwandfrei funktionieren, müssen Testfahrten gemacht werden.
Dranbleiben können, Abläufe planen, Probleme beim Bauen erkennen, besprechen und gezielt angehen, sich Hilfe holen, ausprobieren, verbessern, Werkzeuge adäquat einsetzen können etc. sind weitere Ziele, die verfolgt werden. Somit können viele Kompetenzen mit den Schülerinnen und Schülern vertieft werden.
Während der Woche wird auch immer wieder reflektiert, diskutiert und umgeplant – wie es ein solches Projekt eben mit sich bringt. Das sogenannte 4-K-Modell des Lernens (Kommunikation, Kollaboration, Kreativität, kritisches Denken) ist den Verantwortlichen ebenfalls wichtig.
Die Stimmung sowie die Arbeitsmoral der Schülerinnen und Schüler sind durchwegs positiv, auch wenn manchmal der eine oder andere «Durchhänger» angegangen werden muss.
Ein weiteres Projekt im Schulhaus
Parallel zur Flossbau-Woche wird in den Schulhäusern jeweils ein weiteres Projekt umgesetzt, denn nicht alle Kinder können und wollen am See Flosse bauen.
Die fachliche Anleitung und Betreuung der Schülerinnen und Schüler wird jeweils durch Lehrpersonen sowie durch die Leiter der Lernzentren gewährleistet. In der zweiten Juniwoche sind 27 Kinder der 6. Klassen aus Obermeilen im Zelt im Ländeli anzutreffen, in den anschliessenden zwei Wochen sind Sechstklässler aus Feldmeilen und aus dem Allmendschulhaus am See.