Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
Das Jugendprojekt «LIFT» unterstützt Jugendliche mit erschwerter Ausgangslage auf ihrem Weg in die Berufswelt. Das Angebot wurde kürzlich vom Forum Berufsbildung im biz Meilen vorgestellt. Mehrere Schulen im Bezirk Meilen profitieren davon.

Für Jugendliche, denen die Vorbereitung auf den Übertritt in die Berufswelt schwer fällt, gibt es in der Oberstufe diverse Unterstützungsangebote. Das Ziel ist klar: Nach der obligatorischen Schule sollen möglichst alle eine Anschlusslösung haben.
Arbeiten am freien Mittwochnachmittag
Als Ergänzung zu den Angeboten von Schulen, Berufsberatung und anderen Akteuren wurde vor 20 Jahren das Jugendprojekt LIFT ins Leben gerufen. Der Verein ist mittlerweile schweizweit an über 400 Standorten tätig. Im Bezirk Meilen gehören die Oberstufen von Hombrechtikon, Küsnacht, Meilen, Oetwil am See, Stäfa und Zollikon dazu. Stephan Süess, Regionalleiter Zürich und Zentralschweiz: «LIFT unterstützt Jugendliche mit erschwerten Ausgangsbedingungen individuell und präventiv. Wir fördern die Zusammenarbeit von Schulen und lokalen Unternehmen.» Die jungen Menschen sollen bereits in der 7. und 8. Klasse durch regelmässige Arbeitseinsätze in Betrieben Erfahrungen in der Berufswelt sammeln. «Wir ermöglichen Lernfelder und Begegnungen mit erwachsenen Berufsleuten. Die Jugendlichen brauchen zunächst Überwindung, aber durch die Arbeitserfahrungen gewinnen sie Selbstvertrauen», sagte Stephan Süess am Anlass.
Konkret verrichten die betreffenden Schüler an ihren schulfreien Mittwochnachmittagen während drei Stunden einfache Arbeiten in einem Unternehmen und erhalten dafür eine kleine Entschädigung. Der Arbeitsplatz wird nach zwölf Einsätzen gewechselt, so dass der Jugendliche noch andernorts Praxiserfahrungen sammeln kann. Die Firmen haben gleichzeitig die Chance, so spätere Lernende zu gewinnen.
Voraussetzung: Netzwerk von Betrieben
Diese Wochenarbeitsplätze setzen einen Pool von engagierten Betrieben voraus. Das Unternehmen Hoval in Feldmeilen gehört dazu. Patrick Schmid, Berufsbildungsverantwortlicher von Hoval, sagt: «Selbstverständlich werden die Jugendlichen von unseren Teams gut begleitet und erhalten nach den Arbeitseinsätzen eine wohlwollende Rückmeldung.»
Dass es einigen Aufwand braucht, um unterschiedliche Firmen zu akquirieren, erzählte Mea Steinrisser. Sie ist LIFT-Verantwortliche an der Schule Hombrechtikon und erzählte von einem Schüler, der von LIFT profitiert hat und dabei persönlich reifen konnte. Erfolgserlebnisse bei der Arbeit «im wirklichen Leben» helfen Schülern mit schwachen schulischen Leistungen, sich sogar am freien Nachmittag zum Einsatz zu motivieren. «Dieser gestärkte Durchhaltewillen hilft ihnen später bei ihrer Lehrstellensuche und auf dem gesamten weiteren Lebensweg», ist Stephan Süess überzeugt.