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Eindrückliches Laufsportereignis

Davis Kiplangat gewann den ausverkauften 23. Zürich Marathon in 2:09:03 Stunden, bei den Frauen siegte Lydia Cheruto (2:28:25). Beide lagen schon am Wendepunkt in Meilen ganz weit vorne. Insgesamt gingen in der Kategorie Marathon 5411 Läuferinnen und Läufer an den Start.

Um 09.07 Uhr am Sonntagmorgen trafen die ersten Läufer am Fuss der Meilemer Winkelstrasse ein und bewältigten anschliessend eine der wenigen Steigungen auf der Strecke. Die Startlinie überquert hatten sie um acht Uhr auf der Züricher Quaibrücke.

Immer wiiter, immer wiiter!

Die achtköpfige Spitzengruppe, bestehend aus sechs Athleten und zwei Pacemakern, war mit dem klaren Ziel angetreten, den Streckenrekord von Tadesse Abraham aus dem Jahr 2022 anzugreifen. Die 2:06:38 Stunden von Abraham konnten dann aber doch nicht unterboten werden. Bereits die Halbmarathon-Durchgangszeit von 1:04:23 kurz vor Meilen hatte gezeigt, dass das ambitionierte Ziel an diesem Tag kaum zu erreichen sein würde – hier half auch die lautstarke Unterstützung der Hombrechtiker Froschfäger-Gugge an der Ecke Winkelstrasse/Dorfstrasse mit «The Lion Sleeps Tonight» nicht mehr. Das enthusiastische «immer wiiiter, immer wiiiter, hopp, hopp, hopp, das gseht guet us!» des Speakers klang den Läufern aber sicher noch lange aufmunternd in den Ohren.

Angeführt wurde die Spitzengruppe am Wendepunkt der insgesamt 42,195 km langen Strecke, von Babsa Lulu (Äthiopien). Er beendete den Marathon schliesslich auf dem dritten Platz. Für Sieger Davis Kiplangat aus Kenia, in Meilen auf dem vierten Rang, war es übrigens der erste Marathon überhaupt. Der ehemalige 3000-Meter-Läufer war im Ziel in Zürich auf dem Sechseläutenplatz überglücklich: «Es war hart, und ich bin stolz», sagte er und bedankte sich bei den Zuschauern mit Applaus und Handschlägen.

Selina Ummel schon am Wendepunkt auf Rang drei

Auf die erste Gruppe der Elite-Männer folgten knapp zehn Minuten später zusammen mit weiteren Männern die erste und die zweite Elite-Frau, die Kenianerinnen Lydia Cheruto und Anastasha Rono. Das Duo bestimmte auf der ganzen Strecke das Tempo, ehe sich Cheruto durchsetzen konnte. Sie gewann schliesslich in 2:28:25 Stunden, der drittschnellsten Siegerzeit in der Geschichte das Zürich Marathons. Damit unterbot sie ihre bisherige Bestzeit um fast zehn Minuten.

Die erste Schweizerin klassierte sich bereits auf Rang drei: Selina Ummel, auch in Meilen schon an dritter Stelle unterwegs, überzeugte mit einer starken Zeit von 2:39:13 Stunden und verbesserte ihre persönliche Bestzeit um rund fünf Minuten. «Ich wollte auf der Strecke aufgeben, aber mein persönlicher Pacemaker hat mich gepusht», sagte sie im Ziel. Am Ende sei sie viel schneller gewesen als erwartet. Bester Schweizer war Gian-Andri Baumann auf Platz drei.

Neuer Teilnehmerrekord

Trotz kühlem und teilweise nassem Wetter herrschten gute Bedingungen für schnelle Zeiten, und auch für die Zuschauer war es nicht unangenehm kalt. Noch kurz vor neun Uhr malten Fans aufmunternde Zeilen wie «Go Reto!», «Hopp Julian» oder «Super Sina, beste Pacerin» mit Kreide auf die Strasse, und an der Ecke Seestrasse/Dorfstrasse gegenüber der Live-Band «Rock Again» konnten sich die ersten eintreffenden Zuschauer bei Körben mit Gratis-Gipfeli bedienen. Forfait gegeben hatte der Kaffee-Wagen wegen «zu schlechtem Wetter». Nach und nach trudelten immer mehr Zuschauer ein, um Familienmitglieder oder Freunde anzufeuern und ihnen so Kraft und Energie für den langen Rückweg mitzugeben.

Mit insgesamt 18’197 Teilnehmenden wurde am diesjährigen Ochsner Sport Zürich Marathon ein neuer Rekord aufgestellt. Neben den über 5400 Marathon-Läuferinnen und -Läufern starteten 7149 Personen am Halbmarathon mit Wendepunkt vor Küsnacht sowie an der On Z10 – 10k über zehn Kilometer mit 5637 Teilnehmenden.

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