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Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
Viele Menschen freuen über die «fünfte Jahreszeit», die Fasnachtssaison. Für Heimtiere bedeutet diese Zeit jedoch häufig Stress.
Man sollte deshalb Fasnachtsveranstaltungen ohne seinen Vierbeiner besuchen.
Lautstärke und Menschenmengen belasten Tiere
Die ausgelassene Stimmung der Fasnacht kann für Hunde sehr belastend sein. Ihr empfindliches Gehör reagiert stark auf laute Geräusche wie Guggenmusik, Trommeln oder Piccolos. Bereits Marschübungen, die vor der Fasnacht in weniger dicht besiedelten Gebieten erlaubt sind, können Hunde während eines Spaziergangs stressen.
Während der eigentlichen Fasnacht kommt zur Lärmbelastung die Verletzungsgefahr durch Essensreste, Süssigkeiten auf dem Boden und Glasscherben unter dem Konfetti-Meer dazu. Zudem kann das dichte und laute Treiben dazu führen, dass Hunde sich eingeengt fühlen oder gar getreten werden und dann vor Schmerz oder aus Schreck zuschnappen oder beissen.
Kostüme und Verkleidungen als Stressfaktor
Für Menschen sind Fasnachtskostüme ein optisches Vergnügen. Hunde können jedoch die menschliche Mimik hinter Masken oder Verkleidungen nicht erkennen und empfinden diese häufig als Bedrohung.
Was man auf keinen Fall tun sollte: Hunde verkleiden. Kostüme, die Rücken, Ohren oder Schwanz verdecken, behindern die Kommunikation mit Artgenossen und erhöhen das Risiko von Missverständnissen. Sie können ausserdem die Atmung erschweren, die Temperaturregulation stören oder Hautreizungen verursachen. Wenn Tiere versuchen, das Kostüm zu beknabbern, können sich zudem Kleinteile lösen und verschluckt werden.
Tiere sollten grundsätzlich nicht zu Unterhaltungszwecken vermenschlicht werden. Tiere sind keine Requisiten, weder für Social-Media-Beiträge noch für Fasnachtsumzüge.
Empfehlungen für Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer
— Fasnachtsumzüge sind keine geeignete Aktivität für Hunde.
– Es ist besser, dem Tier in dieser Zeit Ruhe in der gewohnten Umgebung zu bieten.
– Findet die Fasnacht direkt vor der eigenen Haustüre statt, sollte der Hund nicht unbeaufsichtigt bleiben.
– Alternativ bietet ein Spaziergang in ruhigeren Gebieten eine sichere und stressfreie Beschäftigung.