Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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4. Ehemaligentreffen in Obermeilen

Was macht eigentlich Peter aus der Schulzeit? Wo wohnt Daniela, die Banknachbarin aus der zweiten Klasse? Ist mein Schwarm von damals heute verheiratet und hat eine Familie? Diese und viele andere Fragen konnten am Ehemaligentreffen der Schule Obermeilen beantwortet werden.

Bereits zum vierten Mal innerhalb der vergangenen 15 Jahre organisierte die Wachtvereinigung Obermeilen (Wavo) im Rahmen des Schülerspieltages ein Ehemaligentreffen für alle Schülerinnen und Schüler, die in Obermeilen bisher die Primarschulbank drückten.

Die Resonanz war auch heuer gross. «Über 400 Personen haben sich angemeldet, am Ende kamen sogar noch etwas mehr», sagte Wavo-Präsident Alain Chervet am vergangenen Samstagabend in der Obermeilemer Turnhalle. Auf jedem Tisch stand eine Weinflasche mit dem Geburtsjahrgang und der Hauptlehrperson, die damals im Klassenzimmer vorne stand.

Neue Leute treffen

Viele der am Samstag Anwesenden leben heute noch in Meilen, sind im Dorf engagiert und treffen sich regelmässig. Aber längst nicht alle: «Ich war hier anderthalb Jahre als Ersatzlehrerin des Jahrgangs 1963 tätig. Die meisten habe ich seit damals nicht mehr gesehen und auch nicht mehr wiedererkannt», sagt Maya Roithner-Schenkel am entsprechenden Tisch. Am selben Tisch sass auch Markus. Er habe viele Kolleginen und Kollegen seit der «Stifti» nicht mehr gesehen. «Andere, hauptsächlich die, die noch in Meilen wohnen, sehe ich aber noch regelmässig. Es ist ganz gemischt», sagte er.

Katja ist bereits zum vierten Mal dabei, hat also kein Ehemaligentreffen verpasst. «Ich habe aber jedes Mal wieder neue Leute getroffen, die ich seit der Schulzeit nicht mehr gesehen habe, es ist aber auch ein Zusammenkommen unter Freunden», sagte sie. Ein ehemaliger Schulschatz sei übrigens keiner dabei, sagte sie auf Nachfrage: «Die kamen erst in der Sek», ergänzte sie schmunzelnd.

Dank Facebook wieder gefunden

Schon sehr lange nicht mehr in Meilen gewesen sind Julia und Claudia. Die beiden waren zu Schulzeiten enge Freunde, sind beide mit 16 Jahren aus Meilen weggezogen und verloren sich im Laufe der Zeit aus den Augen, vermissten den Kontakt aber. Dank intensiver Suche fanden sie sich vor rund zehn Jahren auf Facebook wieder. «Als Claudia, die schon einmal an einem Ehemaligentreffen war, mich fragte, ob ich mitkomme, war ich sofort dabei», sagte Julia.

Da den beiden die Tischaufteilung nicht gnz klar war, sagten sie zuers, sie häten noch keine alten Schulkameraden erkannt. Zum richtigen Tisch begleitet, ging es  keine halbe Minute, da ertönte schon ein «Claudia…!? das ist doch Claudia, oder?» von den Sitzreihen. Ein vergnüglicher Abend konnte beginnen.

Verkupplung an der Jungbürgerfeier

Eine schöne Geschichte wussten auch Daniela, Silvia und Marcel zu erzählen. Daniela hat Silvia und Marcel seit ihren Zwanzigern nicht mehr gesehen, war aber entscheidend daran beteiligt, dass aus den beiden ein Paar wurde, das bis heute glücklich verheiratet ist. «Ich überredete Silvia, mich an die Jungbürgerfeier zu begleiten. Meine und Marcels Mutter hatten vereinbart, dass ich mit Marcel hinunter ins Dorf an die Feier fahren kann. Dort haben wir Silvia getroffen. Auf dem Hinweg sass ich noch vorne im Auto, auf dem Rückweg musste ich auf dem Rücksitz Platz nehmen, weil Silvia vorne neben Marcel sitzen wollte», erinnerte sich Daniela. «Daniela war eine hervorragende Kupplerin», pflichtete Marcel lachend bei.

Von 19- bis 80-jährig

Das Ehemaligentreffen war auch bei seiner vierten Ausgabe ein voller Erfolg. An den verschiedenen Essensständen des nachmittäglichen Schülerspieltages konnte man sich verpflegen, und in der Geräteraum-Bar gab es Drinks. Gefeiert wurde lange, das Fest endete erst um 2 Uhr. Es waren ehemalige Schüler aller Altersklassen dabei – von 19-jährigen Teenagern bis zu 80-jährigen Senioren.

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