Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Jahresrechnung 2022 und Bauabrechnung «Schopf» genehmigt

An der Kirchgemeindeversammlung der Reformierten vom 14. Juni wurden die Hauptgeschäfte ohne Gegenstimmen gutgeheissen.

Nach der Begrüssung durch Kirchenpflegepräsident Dr. Andrea Picenoni und nach Kenntnisnahme des Jahresberichts 2022 durch die Versammlung präsentierte ein sichtlich gut gelaunter Marcel Andris, Ressortleiter Liegenschaften, den 31 Stimmberechtigten die Bauabrechnung für die Totalrenovation des ehemaligen «Schopfs» am Sterneggweg 13. Die Verwandlung des alten Ökonomiegebäudes mitten im Ortskern von Meilen in ein schmuckes Wohnhaus für zwei bis drei Parteien ist eine Erfolgsgeschichte – nicht nur architektonisch und denkmalpflegerisch, sondern auch mit Blick auf die Zahlen.

Mitten in der Coronazeit erstellt, mit dramatischen Preissteigerungen im Materialbereich und ärgerlichen Lieferengpässen konfrontiert, konnte der teuerungsbereinigte Baukredit von Fr. 2’256’000.– trotzdem um rund Fr. 250‘000.– unterschritten werden. Die definitive Bauabrechnung von Fr. 2‘003‘733.55 wurde nach dem positiven Abschied der RPK von der Versammlung denn auch einstimmig genehmigt. Marcel Andris würdigte die hervorragende Arbeit seines Amtsvorgängers Martin Graf, der das Projekt souverän begleitet und zum Erfolg geführt hat.

Wertberichtigung beim Grundstück Stelzen

Erich Baumann, Ressortleiter Finanzen, präsentierte die Jahresrechnung 2022 der reformierten Kirchgemeinde Meilen mit anschaulichen Folien und wies auf die hohe Kostendisziplin hin. Während die Fiskalerträge von Fr. 2’621’058.– um schmerzliche Fr. 374’600.– tiefer lagen als im Vorjahr, resultierten beim Betriebsaufwand signifikante Einsparungen von Fr. 404‘389.– gegenüber dem Budget 2022. Dazu trugen allerdings auch die wesentlich tieferen Abgaben an die Zentralkasse der Landeskirche bei. Diese hängen von der Steuerkraft ab.

Trotzdem schliesst die Erfolgsrechnung 2022 mit einem Aufwandüberschuss von Fr. 388‘098.77. Grund dafür ist eine zwingende Wertberichtigung beim Grundstück Stelzen. Durch den Baurechtsvertrag mit der Gewomag muss diese Parzelle neu nach dem Ertragswert bewertet werden. Dies führt beim festgelegten Basiszinssatz zu einer Wertberichtigung von minus Fr. 400‘000.–. Ohne diese notwendige Anpassung hätte die Jahresrechnung – trotz tieferer Steuererträge – gar mit einem kleinen Plus abgeschlossen. Die weitere Entwicklung der Steuereinnahmen muss aber im Auge behalten werden.

Im Namen der RPK empfahl Präsident Dieter Zaugg die Jahresrechnung 2022 der reformierten Kirchgemeinde Meilen zur Annahme. Die Stimmberechtigten folgten dieser Empfehlung ohne Gegenstimme.

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Andrea Picenoni hiess unter den Anwesenden den neuen Visitator der Bezirkskirchenpflege, Hans-Ueli Leemann, für die Amtsdauer 2022–2026 willkommen.

Des Weiteren erwähnte er die neue Beschilderung der Eingänge und der Räumlichkeiten im Kirchenzentrum Leue (Obergeschoss im Restaurant Löwen). Sie wird die räumliche Orientierung für Besucher erleichtern. Für die anstehende Fassadenrenovation der Liegenschaft «Bau» ist ein Baugesuch sowie der Einbezug der Denkmalpflege erforderlich. Dies kann zu Verzögerungen führen.

Um realistische Pläne für eine künftige sinnvolle Bewirtschaftung des Grundstücks im «Schilt» an der Grenze von Meilen zu Feldmeilen zu entwickeln, wurde eine Fachkommission eingesetzt.

Und schliesslich beginnt sich die Kirchenpflege Gedanken über die Zukunft des ehemaligen Pfarrhauses an der Rebbergstrasse zu machen. Da das Nachbargrundstück der römisch-katholischen Kirchgemeinde gehört, wurden erste sondierende Gespräche mit der katholischen Kirchenpflege aufgenommen. Möglichkeiten eines gemeinsamen Vorgehens sollen geprüft werden, konkrete Pläne liegen aber noch keine vor. Im Anschluss an die Versammlung lud der Kirchenpflegepräsident zum liebevoll vorbereiteten Open-Air-Apéro vor die Kirche ein, was von zahlreichen Anwesenden an diesem milden Juni-Abend gerne genutzt wurde.

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